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2060: Pflegechaos und Bevölkerungsschwund

Deutschlands Bevölkerung wird bis zum Jahr 2060 nur noch etwa 65 bis 70 Millionen Bundesbürger betragen. Dies gab die Bundesregierung jetzt bekannt. Derzeit leben in Deutschland rund 82 Millionen Menschen. Dies entspricht einem Rückgang von bis zu 17 Millionen Einwohnern oder 14 bis 17 Prozent in einem Zeitraum von 50 Jahren. Demgegenüber sieht sich die zunehmend alternde Gesellschaft mit zwar erkannten, aber bisher verdrängten Problemen konfrontiert, gemeint ist der Pflegekräftemangel.

 2030: 350000 nicht-ärztliche Fachkräfte fehlen

Es wird seitens der Pflegeorganisationen wie dem DBfK oder dem Deutschen Pflegerat (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) zwar auf den Pflegenotstand verwiesen, seitens der Regierung wird dieses Problem jedoch als derzeit noch nicht akut abgetan. Studien bestätigen indes, dass allein die Anzahl der an Demenz erkrankten Bevölkerungsteile mittelfristig auf über 2 Millionen steigen wird und sich damit nahezu verdoppeln wird. Da jedoch immer weniger Personal für immer mehr Pflegebedürftige benötigt wird, der Pflegeberuf jedoch nach wie vor als wenig attraktiv gilt und somit ausländische Fachkräfte um Deutschland einen Bogen machen, dürfte die Pflegekatastrophe vorprogrammiert sein. Nach den bisherigen Erkenntnissen wird sich bis 2020 der Bedarf an nicht ärztlichem Fachpersonal auf 135000 Personen erhöhen. Bis zum Jahr 203 wird die Zahl demnach bereits 350000 betragen. Derzeit scheint die Regierung jedoch von der Formel auszugehen, weniger Bevölkerung gleich weniger benötigtes Pflegepersonal. Hier können diverse Studien zum Fachkräftemangel Abhilfe schaffen, die Gefahren zu erkennen und entsprechend zu reagieren.



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