Newsticker

21. Dezember: Weltuntergang, Maya-Kalender, Unisex und was noch?

Geht es nach den Maya, so geht die Welt am 21. Dezember nicht unter. Wissenschaftler haben vor kurzem einen weiteren Maya-Kalender gefunden, der weit über den 21. Dezember hinausgeht. Verschwörungstheoretiker sehen in diesem gefundenen Kalender jedoch lediglich das Ansinnen verschiedenster Regierungen eine Panik zu verhindern. Geht die Welt also am 21. Dezember nicht unter?

Wissenschaftler sind sich darüber jedenfalls einig. Insofern sind es wieder einmal Verschwörungstheoretiker, die den nahenden Weltuntergang vorhersagen und damit Geld verdienen. Zahlreiche Bücher über den ominösen Maya-Kalender wurden verfasst, zahlreiche Seminare und Veranstaltungen mit Titeln wie “Wie überlebe ich den Weltuntergang?“, wurden abgehalten, natürlich gegen bares.

Propheten des Weltuntergangs planen in finanzieller Hinsicht auch nach dem 21. Dezember

Jeder normal kritische Mensch hätte dabei bereits stutzen müssen. Wieso hält einen Seminarleiter ein Seminar mit einem Titel ab, der das nahende Ende der Welt prophezeit und gleichzeitig für dieses Seminar Geld verlangt, wo doch auch der Seminarleiter von dem angeblichen Weltuntergang unmittelbar betroffen ist? Insofern offenbart sich, dass sich mit dem Weltuntergangszenario gutes Geld verdienen lässt. Mit dem Auffinden des erneuten Maya-Kalenders tauchen erneut Verschwörungsschriften auf, die ebenfalls das alleinige Ansinnen verfolgen, mit der Materie Geld zu verdienen.

Insofern vereint all die Verschwörungstheoretiker eine Eigenschaft, nämlich selbst im irdischen, trotz “drohendem Weltuntergang“, derart aktiv verwurzelt zu sein, dass für all jene, die den Weltuntergang prophezeien, der Weltuntergang selbst offenbar keine Rolle spielt.

Unisex: Droht der Versicherungsbranche nach dem 21. Dezember der Weltuntergang?

Der 21. Dezember sorgte jedoch für eine Wirtschaftsbranche kurzfristig für wahre Weltuntergangsstimmung, gemeint ist die Versicherungswirtschaft. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs müssen Versicherungsunternehmen zukünftig Männer und Frauen hinsichtlich der Beiträge gleich behandeln. Zum 21. Dezember werden daher die sogenannten Unisex-Tarife eingeführt.

Herrschte kurzfristig bei den Versicherungsunternehmen Panik vor, was mögliche sinkende Umsätze betrifft, so machte die Versicherungsbranche kurz darauf aus der Not eine Tugend und warb eifrig darum, dass Männer noch möglichst vor dem 21. Dezember einen Versicherungstarif abschließen sollten.

Für all jene, die nämlich noch vor dem 21. Dezember eine Versicherung abschließen (zum Beispiel eine private Krankenversicherung) gelten nämlich noch die alten Tarife. Diese sind für Männer im Gegensatz zu den Unisex-Tarifen günstiger erhalten auch nach dem 21. Dezember eine Bestandsgarantie und werden aus diesem Grunde entsprechend von der Versicherungsbranche noch bis zum 21. Dezember eifrig beworben. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die Versicherungsbranche den 21. Dezember nicht als Datum des Weltuntergangs betrachtet, sondern als Neuanfang, was die neuen Tarifstrukturen betrifft.

Martin Luther, die Versicherungen und der  21. Dezember

Insofern sollte diese Betrachtungsweise all jenen Mut machen, die bislang eher Seminare von Verschwörungstheoretiker besucht haben. Gerade Männer sollen aus diesem Grunde überlegen, ob sie nicht noch vor dem 21. Dezember einen der alten Tarife in den verschiedenen Versicherungssegmenten wählen. All jene, die Angst vor dem „drohenden Weltuntergang“ haben, sei ein Satz von Martin Luther ans Herz gelegt. Dieser sagte:“ wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Bezogen auf unsere heutige Zeit würde die Versicherungsbranche diesen Satz wahrscheinlich folgendermaßen interpretieren: “Wenn ich wüsste das nach dem 21. Dezember die Welt untergeht (Unisex), so würde ich noch heute einen alten Männertarif abschließen.“



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.