Gesundheit

Ärzte: Kommunale Klinikärzte drohen mit unbefristeten Streiks

Die kommunalen Klinikärzte drohen mit unbefristeten Arbeitsniederlegungen. Damit müssten viele sogenannte Wahleingriffe zunächst verschoben werden. Mitteilung des Marburger Bundes haben sich demnach rund 92,7 Prozent der kommunalen Klinikärzte für Streikmaßnahmen ausgesprochen.

Dreiste Forderung zulasten des Pflegepersonals?

Der Marburger Bund indes betont, dass kein Patient ohne ärztliche Versorgung bleiben würde. Dennoch müssten Tausende von geplanten ärztlichen Eingriffen verschoben werden. Der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Rudolf Henke sagte, dass die „Ärztinnen und Ärzte entschlossen seien, ihren Forderungen größtmöglichen Nachdruck zu verleihen“. Betroffen von den Streikmaßnahmen sind rund 600 kommunale Kliniken. Etwa ein Drittel der deutschen Kliniken sind in kommunaler Trägerschaft und von den Maßnahmen betroffen. Derzeit ist jedoch noch offen, ob es bundesweite Streikmaßnahmen geben wird oder nur punktuelle Streiks in ausgewählten Kliniken. So verständlich die Forderungen der Ärzte nach besseren Arbeitsbedingungen auch sind, so dreist klingen jedoch die Forderungen nach einer besseren Bezahlung. Sechs Prozent mehr Geld fordern die Klinikärzte. Dass die sowieso schon notorisch unterfinanzierten kommunalen Kliniken die Gehälter an anderer Form einsparen müssen, ist voraussehbar. Die Gelder dürften jedoch erneut zu Lasten des Pflegepersonals gehen und damit abermals zulasten der Patienten. Insofern dürften die Ärzte nicht den Patienten, sondern die eigene Brieftasche im Fokus haben. Bessere Arbeitsbedingungen sind eine berechtigte Forderung, der unbedingt Nachdruck verlieren werden muss, mehr Geld schadet jedoch den kommunalen Haushalten und damit den Steuerzahlern insgesamt. Solidarität mit der Gesellschaft sieht anders aus.



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