Wirtschaft

Aktienmärkte brechen erneut ein- Weltwirtschaftskrise in Aussicht?

Am heutigen Tag sind erneut weltweit die Aktienmärkte eingebrochen, eine gewisse Unruhe befällt Aktionäre auf der ganzen Welt. So fiel der Aktienmarkt in London, FTSE, um 4,2 %, der DAX in Frankfurt verlor 5,6 %, und der US-Index Dow Jones musste 4 % abgeben. Die größten Verlierer sind Bankentitel, so verloren die Aktien der britischen Banken Barclays und Royal Bank of Scotland knapp 10 %. Die gesamte Weltwirtschaft scheint sich weiter abzukühlen, selbst die stabile deutsche Wirtschaft bekommt die ersten Auswirkungen zu spüren, das Wirtschaftswachstum flacht ab. Allgemein stellt sich die Frage, ob nach der verheerenden Finanzkrise von 2007/2008 die Weltwirtschaft erneut in eine Krise rutschen kann.

Ausschlaggebend für die momentane Unsicherheit sind die Staatsverschuldungen der USA und der Euroländer, der Euro befindet sich aufgrund der nicht einheitlichen Regelung zu Beginn der Einführung in ihrer schwersten Krise. Nach dem Finanzdesaster von 2007 haben viele Staaten, wie die USA und Deutschland, angefangen, immense Geldwert in marode Banken zu pumpen um das Bankensystem nicht zusammenbrechen zu lassen. Dadurch wurden die Staatsverschuldungen noch weiter aufgebläht, trotz Kürzungen der Sozialausgaben in vielen Ländern (Riots in Großbritannien, Sozialausgabensenkungen in den USA und Deutschland).

Die Signale aus der Politik bleiben weiter schwammig, in der EU haben Präsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Merkel eine gemeinsame Wirtschaftsregierung beschlossen, wie diese genau aussieht, oder wann sie eingeführt wird, bleibt offen. Zu Befürchten ist, dass die größten Volkswirtschaften in der Eurozone, also Frankreich und Deutschland, damit indirekt Einflussnahme auf kleinere Euroländer ausüben könnten, dementsprechend ist mit Widerstand zu rechnen.

Damit verbunden fliehen viele Anleger in Sachwerte, der Goldpreis erreicht mit einem Preis von 1816,09 Dollar pro Feinunze erneut einen historischen Höchststand, die Preisgestaltung nach oben ist weiterhin offen. Nach den Kursgewinnen in den letzten tagen haben Bankenwerte auch aus Deutschland erneut verloren, so fiel die Aktie der Commerzbank um 5,3 %, die der Deutschen Bank um 4,3 %. Psychologie ist bei Aktienmärkten eine unberechenbare, aber wichtige Kenngröße, und solange keine eindeutigen Signale aus der Politik ausgesendet werden, bleiben Anleger verunsichert. Die Weltwirtschaft befindet sich erneut auf dem besten Weg in eine Weltwirtschaftskrise, dabei sind weitere Spekulationsblasen nicht mit einberechnet. So warten alleine die Kreditkartenrechnungen aus den USA auf das „Platzen“, die Staatsverschuldungen aller Industrienationen und weitere faule Derivate. Die nächste Wirtschaftskrise kommt ganz bestimmt, die Frage ist nur wann?



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