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Alexander Dobrindt: Internetminister verweigert das twittern

Der neue Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU) will für Deutschland die beste Netzinfrastruktur der Welt schaffen. Dobrindt sieht die Notwendigkeit dafür, „dass Deutschland das schnellste und intelligenteste Netz der Welt brauche.“ Nach Ansicht des neuen Internetministers könne nur so „der Vorsprung der Technologie und des Wohlstandes gehalten werden.“

Anders als in früheren Zeiten will der neue Minister den Netzausbau jedoch durch private Investitionen finanzieren. Dobrindt will kein „verstaatlichtes Netz, sondern privat betriebene Netze.“ In zahlreichen Gemeinden in Deutschland ist der Breitbandausbau bislang immer noch nicht erfolgt. Dort herrscht teilweise hinsichtlich der Internetgeschwindigkeit ein Zustand wie zu Zeiten des guten alten 56K-Modems.

Vielfach wird mittlerweile versucht, mittels Funkverbindung eine adäquate Internetgeschwindigkeit zu ermöglichen. Der neue Internetminister will jedoch, insbesondere durch Glasfaserkabel den Breitbandausbau in Deutschland fördern. Während Dobrindt sich in die Aufgabe seines Ministeriums einarbeitet, scheinen ihm die Gepflogenheiten des Internets selbst jedoch nicht in jedem Bereich unbedingt zugeneigt zu sein. So will Alexander Dobrindt, anders als viele andere Minister, nicht twittern.

Alexander Dobrindt: Keine Ahnung vom Internet?

Wörtlich sagte der neue Verkehrs- und Internetminister: “ Meine Aufgaben für die Zukunft der digitalen Welt können Sie nicht mit 140 Zeichen beschreiben. Außerdem: egal ob ich twittere oder nicht, davon hat niemand im Bayerischen Wald oder in der Eifel ein schnelleres Netz.“ Möglich ist aber auch, dass Dobrindt sich schlicht und ergreifend mit den Gepflogenheiten des Internets nicht auskennt. Ein Hinweis hierauf könnte seine Fanseite bei Facebook sein. Dobrindt hat öffentlich zugegeben, dass die Seite durch sein Büro gemanagt wird. Letztlich scheint sich bereits zu Beginn der Amtszeit des neuen Internetministers die Frage zu stellen, ob Alexander Dobrindt überhaupt Ahnung von dem hat, was seine zukünftigen Aufgaben sein werden. Letztlich kann ein Minister, der für das Internet zuständig ist und sich nicht selbst in dasselbe begibt, bei den Nutzern desselben eher ablehnendes Kopfschütteln bewirken, denn Verständnis.

Breitbandausbau könnte Dobrindt Ritterschlag werden

Letztlich ist der neue Minister nämlich nicht nur für den Ausbau des Breitbandes in Deutschland zuständig, sondern auch für den Inhalt des Internets. Digitale Infrastruktur bedeutet nämlich nicht nur die externen Komponenten des Internets, sondern auch die internen. Alexander Dobrindt gilt innerhalb der CSU als eine Art Allzweckwaffe. Ob diese aber auch in dem jetzt neu geschaffenen Ministerium für digitale Infrastruktur zieht, wird die kommende Legislaturperiode zeigen. Sollte am Ende der Wahlperiode das Breitband in bedeutendem Maße ausgebaut worden sein, könnte sich Dobrindt diesen Erfolg dann aber sicherlich selbst zuschreiben.



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