Gesundheit

Aluminium: Verdacht auf Alzheimer

Lange Zeit galt Aluminium als harmlos, aber neueste Studien alarmieren Konsumenten und Verbraucherzentralen. Das Leichtmetall steht unter Verdacht an der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer beteiligt zu sein.

Aluminium in Lebensmitteln

Aluminium ist im Haushalt allgegenwärtig. Es findet sich nicht nur in Kochgeschirr, Kaffeekannen und Aluminiumfolie, sondern auch in Lebensmitteln. In vielen Fertigprodukten wird es als Farbstoff, Stabilisator oder Trennmittel zugesetzt. So finden sich besonders in Kaffeeweiser, Backmischungen und farbigen Süßigkeiten große Mengen des Metalls.

Tolerierbare Menge 70 mg pro Woche

Im Durchschnitt nimmt ein 70 Kilogramm schwerer Mensch 14 – 35 mg Aluminium pro Woche über die Nahrung auf. Laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt die tolerierbare Menge bei 70 mg pro Woche. Dennoch kann keine Entwarnung ausgesprochen werden, denn die Nahrung stellt nur einen Teil der Gefahrenquellen dar.

Gefahr: Säure oder Salz lösen Aluminium

Treten aluminiumhaltige Folie oder Küchengeräte in Kontakt mit salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln, löst sich das Leichtmetall und tritt in die Nahrung über. Gleiches passiert beim Kochen. Tomaten haben zum Beispiel an sich bereits einen natürlichen Aluminiumgehalt von 2 mg. Dieser kann jedoch durch das Erhitzen im Aluminium-Kochtopf um das 30fache auf 60mg ansteigen.

Aluminium auch in Kosmetika

Nicht nur in der Küche, auch im Badezimmer ist der Mensch täglich Aluminiumquellen ausgesetzt. In Körperlotionen ist es häufig zusetzt, um diese cremig zu machen, in Zahnpasta wirkt es antibakteriell und in Deodorants hemmt es die Schweißbildung.  Ein großer Teil des über die Nahrung und Haut aufgenommen Aluminiums wird über die Harnwege wieder ausgeschieden. Dennoch verbleibt ein signifikanter Teil im Körper zurück und lagert sich in Knochen und Organen wie Lunge oder Gehirn ab.

Aluminium und Brustkrebs

In Bezug auf Brustkrebs stehen besonders aluminiumhaltige Deodorants im Auge der Wissenschaft. Über die kurze Distanz von Achselhöhle gelangt das Leichtmetall in die Brustzellen, lagert sich dort b und kann laut neuester Forschungsergebnissen Doppelstrangbrüche der DNA verursachen und somit den Grundstein für die Entstehung von Krebszellen legen.

Aluminium und Alzheimer

Die Alzheimerforschung verdächtigt Aluminium als Auslöser der immer häufiger auftretenden Alzheimererkrankung und hat bereits in diversen Studien den Zusammenhang untersucht. Die aktuellsten Ergebnisse sind vom 6. Januar 2014 und erklären detailliert die Mechanismen mit denen Aluminium Entzündungen in Nervenzellen fördert. Einen Entzündung ist die erste Stufe der Zerstörung von Nervenzellen und kann in der Summe verantwortlich für die Entstehung von Alzheimer sein.

Gesamtaufnahme überschreitet Toleranzgrenze

Inzwischen ist auch Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin alarmiert über gesundheitsgefährdende Effekte für Verbraucher und erklärt, dass nicht die Einzeldosen gefährlich sind, sondern die Gesamtaufnahme aus allen Bereichen. In der Summe wird die von der EFSA genannte Toleranzgrenze überschritten. Was den Zusammenhang mit Erkrankungen betrifft, ist das BfR noch zurückhaltend in seiner Stellungnahme, weist aber darauf hin, dass die Gefahren durch Aluminium neu bewertet werden sollen.



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