Politik

Angelika Beer: Comeback einer politischen Ikone?

Die ehemalige Grüne Bundestagsabgeordnete Angelika Beer ist seit dem Jahr 2009 Mitglied der Piratenpartei. Mit dieser will sie im nächsten Jahr wieder in den Rang einer Abgeordneten aufsteigen. Beer kandidiert für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein im kommenden Jahr auf Platz 6 der Landesliste. Zudem ist sie Direktkandidatin im Wahlkreis Neumünster.

Verteidigungspolitische Expertin

Wenn die Piratenpartei bei der Landtagswahl im Mai 2012 mehr als fünf Prozent erreicht, könnte der Wiedereinzug Beers in ein Parlament gelingen. Die 54-jährige gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen. In den Jahren 1987 bis 1990 und von 1994 bis 2002 saß Angelika Beer für die Grünen im Bundestag. Einen Namen machte sich die gebürtige Kielerin als Verteidigungspolitikerin. Insbesondere ihr Engagement gegen Landminen und Rechtsextremismus ist ein großer Verdienst der streitbaren Politikerin.

2002: Politisches Aus vermieden

Als Beer im Jahre 2002 nicht mehr für die Bundestagswahl auf einem Listenplatz nominiert wurde, drohte ihr das politische Aus. Zuhilfe kam ihr die Debatte über die damals noch aktuelle Diskussion über die Doppelfunktion zwischen Mandat und Amt. Somit konnte sie die Zeit von 2002 bis 2004 als Bundesvorsitzende der Grünen überbrücken. Im Jahre 2004 wurde Beer auf einen sicheren Listenplatz für die Europawahl gewählt. Beer war damals noch Bundesvorsitzende und konnte deshalb nicht übergangen werden, was ihr auch im Anschluss die politische Tätigkeit ermöglichte.

2009: Beer verlässt Grüne unter Tränen und wird Piratin

Im Jahre 2009 wurde Angelika Beer nicht mehr für das Europaparlament nominiert. Im Zuge immer neoliberalerer Strömungen der Grünen trat Beer unter Tränen im selben Jahr aus der Partei aus. Eine neue Heimat fand sie bei den Piraten. Dort engagiert sich Angelika Beer weiter vehement gegen Rechtsradikalismus. Die Piratenpartei dürfte mit Angelika Beer einen Glücksgriff getan haben. Verbindet sie doch eine gute Netzwerkfunktion, mit hoher Kompetenz und langjähriger Erfahrung. Die anderen Parteien dürften daher eine zukünftige Piratenfraktion mit der Abgeordneten Beer nicht so einfach belächeln, wie dies derzeit in Berlin der Fall ist.



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