Sport

Formel-1 Chef Bernie Ecclestone unter Anklage

Jetzt ist es amtlich. Das Landgericht München hat die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Bernie Ecclestone zugelassen.

Damit muss sich der 83-jährige Brite vor dem Bayerischen Landgericht wegen des Verdachts der Bestechung eines ehemaligen Vorstands der Bayerischen andesbank verantworten. Voraussichtlicher Prozessbeginn: Ende April.

Hat Bernie Ecclestone beim Verkauf der Formel 1 Anteile der Bayerischen Landesbank getrickst und betrogen?

Mit dieser Frage muss sich nun das Bayerische Landesgericht beschäftigen, nachdem die Anklage zugelassen wurde. Ecclestone wird vorgeworfen beim Verkauf der Formel 1 Anteile der Bayerischen Landesbank im Jahr vom damals zuständigen Vorstand der Bayern LB Gerhard Gribkowsky eine Provision von 66 Millionen Euro kassiert zu haben. Später soll Ecclestone dann Gribkowsky 44 Millionen „verdeckt“ zurückgegeben haben. Bestechungsgeld, damit die Bayern LB ihre Anteile an Ecclestones Wunschinvestor verkauft hat. Das zumindest nimmt die Staatsanwaltschaft an. Der ehemalige Vorstand der Bayerischen Landesbank wurde wegen der Annahme des Geldes bereits 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Formel 1 Boss Ecclestone bestreitet die Bestechungsvorwürfe vehement und behauptet, dass er nichts „Illegales“ getan hätte. Bei der Urteilsverkündung im Prozess gegen Gribkowsky hatte der zuständige Richter Peter Noll festgestellt, dass Gribkowsky „ins Verbrechen geführt wurde“. Der Ecclestone Prozess wird ebenfalls von Nolls Strafkammer geführt.

Was passiert mit der Formel 1?

Offen ist, was mit der Formel 1 passieren würde, sollte Ecclestone tatsächlich verurteilt werden. Ende der 70er Jahre hat Ecclestone die Vermarktungs- und TV-Rechte für die Formel 1 gekauft und die Rennserie immer weiter ausgebaut bis zu einem weltweitagierenden Wirtschaftsunternehmen. Ein Nachfolger ist weit und breit nicht in Sicht.

Die Formel 1 Teams halten sich bis jetzt mit Stellungnahmen zu Ecclestones Anklage zurück.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.