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Anne Frank der Film: Vorwürfe gegenüber ZDF

Der Fernsehsender ZDF gab vor einiger Zeit bekannt, dass in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Oliver Berben eine Neuverfilmung des Lebens er Anne Frank erfolgt.

Es dauerte auch nicht lange und schon meldete sich der Anne Frank Fonds Basel zu Vorwort und warf dem ZDF „respektloses verhalten“ vor.

Ärger für den Sender ZDF

Der ZDF plant mit Oliver Berben eine rein deutsche Produktion der Verfilmung des Lebens der Anne Frank. Doch genau dies stößt bei dem Anne Frank Fonds Basel bitter auf. Denn auch hier arbeitet man an einer internationalen Produktion. Darüber hinaus wird dem ZDF auch vorgeworfen, ein Projekt zu planen, ohne dass dafür die benötigten Rechte am Tagebuch vorliegen würden.

Anne Frank Fonds sieht sich im Recht

Der Anne Frank Fonds Basel sieht sich vollkommen im Recht und findet das Verhalten von ZDF und dem Produzenten Oliver Berben nicht akzeptabel. Der Fond vertritt unter anderem auch die Erben und möchte auch nicht von seinem Standpunkt zurücktreten.

Stellungnahme des ZDF

In einer ersten Stellungnahme ließ der Sender verlauten, dass mit diesem Projekt niemals respektlos oder auf irgendeine andere Weise angegriffen werden sollte. Der Sender wollte mit dem Produzenten ein bleibendes Vermächtnis zum 70. Todestag von Anne Frank im Jahr 2015 setzen und damit auch die herausragende, historische Bedeutung würdigen. Aus Sicht des ZDF ist es auch nicht gravierend, wenn sich nun mehrere Projekte um dieses Anliegen kümmern würden.

Alle Rechte werden beachten

Darüber hinaus ließ der Sender auch verlauten, dass bei der eigenen Produktion alle Rechte Dritter beachtet werden. Der Sender habe mehrere Angebote zur Verfilmung der Geschichte von Anne Frank und ihrer Geschichte vorliegen gehabt. Schlussendlich habe man sich dann für den Vorschlag des Produzenten Oliver Berben entschieden. Durch seinen Ansatz könnten sich auch jüngere Zuschauer für das Thema interessieren.

Oliver Berben und seine Idee

Laut Oliver Berben gibt es schon eine Menge Filme über Anne Frank und ihr Leben. Jedoch finde sich unter diesen eben keine reine deutsche Produktion. Darüber hinaus soll der Zweiteiler vorwiegend in der Zeit zwischen 1939 und 1944 spielen. Es wird also die Geschichte der Familie Frank im Amsterdamer Exil erzählt. Enden wird der Film dann mit der Deportation der 15-jährigen Anne. Die Produktion von Berben und dem ZDF wird sich also nicht mit der Zeit im KZ Bergen-Belsen und dem Tod des Mädchens beschäftigen.

Genaue Pläne gibt es noch nicht

Die Pläne für die neue Anne-Frank-Verfilmung sind noch sehr wage. Es stehen auch noch keine Darsteller fest. Darüber hinaus sieht sich auch das Team mit dem Problem konfrontiert, dass ein Dreh nicht an original Schauplätzen möglich ist. Entsprechend müsste das Versteck der Familie dann in einem Studio nachgebaut werden. Es ist jetzt aber schon bekannt, dass das Drehbuch aus der Feder von Andrea Stoll („Und alle haben geschwiegen“) stammt.



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