Politik

Anschlagsversuch auf saudischen Botschafter- USA erhöht Druck auf Iran

Der Anschlagsversuch von zwei Terroristen aus dem Iran auf den saudischen Botschafter in den USA Adel Al-Jubeir hat die Beziehung zwischen Iran und den USA auf einen erneuten Tiefkühlpunkt fallen lassen, die Regierung der USA erhöht den Druck auf die iranische Regierung. So macht US-Außenministerin Hillary Clinton die Regierung im Iran verantwortlich für das geplante Attentat, der Generalstaatsanwalt der USA, Eric Holder, spricht gar von einer geplanten, finanzierten und befohlenen Aktion aus Teheran. Nun bereiten die USA so genannte Strafmaßnahmen vor, so sollen wirtschaftliche Sanktionen verschärft werden.

Nach Angabe der US-Behörden seien die festgenommenen Attentäter Mitglieder der so genannten Revolutionsgarde des Iran. Diese hätten zuerst versucht, Killer des mexikanischen Drogenkartells zu verpflichten. Am Dienstag hätten die Behörden, allen voran FBI und DEA, die Zwei aufgedeckt, fünf weitere Verdächtige wurden festgenommen. Auch für den britischen Premier Cameron scheint festzustehen, wer hinter dem Attentatsversuch steckt. Doch Iran weist die Vorwürfe vehement zurück, der Sprecher des iranischen Außenministeriums Ramin Mehman-Parast bezeichnet die Vorwürfe als fabriziertes Szenario, das gar nicht existiere. Nur um anschließend wieder in die alte Rhetorik zu verfallen, dass eine zionistische Achse versuche erneut dem Iran zu schaden etc. pp.

Die iranische Regierung will den Vorwurf einfach ignorieren, sagt zu mindestens der iranische Außenminister Ali Akbar Saleh. In der Tat scheint ein Anschlag auf den saudischen Botschafter durch den Iran wenig Sinn zu bieten, die Konkurrenten in der Region (und in der Religion) haben sich in letzter Zeit eher angenähert. Doch sollten die Vorwürfe stimmen, hat der Iran wahrhaftig gegen internationales Gesetz verstoßen. Zudem würde die Unterstützung des Terrorismus eine neue Qualität darstellen, wiewohl die iranische Regierung sich von terroristischen Aktivitäten distanzieren mag, zeitgleich aber die Hamas in Gaza oder die Hizbullah im Libanon unterstützt (die nach Sicht der iranischen Regierung Widerstandskämpfer sind).

Die beiden festgenommenen Männer, Manssor Arbabsiar und Gholam Shakuri sind eingebürgerte Staatsangehörige beider Staaten, sie sollen jedoch zuvor Mitglieder der Revolutionsgarde sein (Sepah, oder Pasdaran, ca. 125000 Mann), eine paramilitärische Organisation zum Schutz des theokratischen Systems und zeitgleich eines der größten Unternehmen im Iran. In den letzten Jahren haben Angehörige wichtige Posten in der iranischen Administration besetzen können. Sie sind auch für die Unterdrückung jeglicher Opposition zuständig. Den beiden Verschwörern, die schon geständig seien, wird eine Verschwörung zur Tötung eines ausländischen Beamten, Terrorismus und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Wer auch immer Recht haben mag (und auf lang oder kurz kommt es so oder so heraus), der Konflikt zwischen den USA und dem Iran geht in die nächste Runde, Ausgang offen.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.