Politik

Arabische Liga startet Initiative zur Beendigung der Unruhen in Syrien

Die Organisation der Arabischen Liga will eine Initiative starten, welche die Unruhen in Syrien beenden sollen. Wie die arabische Nachrichtenagentur Aljazeera meldete, wird der Vorsitzende der Organisation, Nabil el-Arabi, nach Damaskus reisen um mit der syrischen Regierung Gespräche zu führen. Nach Informationen der Agentur wird die Arabische Liga den Rückzug der syrischen Armee aus den Städten, die Freilassung politischer Häftlinge, die Bildung einer Einheitsregierung unter Einbezug der syrischen Opposition und die Abhaltung von freien Wahlen vorschlagen. Derweil halten die Unruhen in Syrien weiterhin an, erneut sollen Menschen bei Zusammenstößen mit syrischen Sicherheitskräften ums Leben gekommen sein.

Seit Ausbruch der Unruhen im Februar seien bislang über 2200 Menschen umgebracht worden, so eine Schätzung der UN. Der Beschluss zur Einleitung der Initiative wurde nach einer Konferenz der Außenminister der Arabischen Liga beschlossen. Die Minister forderten ein Ende des Blutvergießens, gleichzeitig betonten sie, dass die Stabilität Syriens immens wichtig sei für die der arabischen Länder.

Neueste Meldungen besagen, dass ein Mann aus dem Vorort von Damaskus, Saqba, erschossen wurde. In einem weiteren Vorort, in Qadam, seien Schüsse zwischen loyalen Assad-Anhängern und Oppositionellen gefallen, so örtliche Augenzeugen. Am gestrigen Tag seien zehn Demonstranten verletzt (darunter der Vorbeter der Moschee) und ein Teilnehmer getötet worden, nachdem sie eine Moschee in Damaskus verlassen hätten. An einer Demonstration in einem anderen Vorort, Kafarsouseh, seien tausende Menschen auf die Straße gegeangen um gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad zu demonstrieren. Erneut seien Sicherheitskräfte, Sympathisanten des Regimes und die Geheimpolizei aufgetaucht und hätten sich mit den Oppositionellen eine Straßenschlacht geliefert. Die Sicherheitskräfte hätten mit scharfer Munition geschossen, so örtliche Menschenrechtsgruppen.

Besagte Moschee sei von syrischen Sicherheitskräften gestürmt worden, nach Bekanntgabe der Attacke auf das Gebetshaus hätten sich Menschen aus dem Randbezirk Douma versammelt und seien ins Stadtzentrum von Damaskus marschiert, erneut kam es zu Zwischenfällen, hier hätten sich fünf Demonstranten verletzt.

In der Zwischenzeit hat sich auch der Iran zu Worte gemeldet, das iranische Regime gilt als engster Partner der Regierung in Damaskus. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sagte im iranischen Fernsehen, dass die Regierung ihrer Bevölkerung zuhören sollte, egal ob im Jemen oder in Syrien. Dennoch warnte er vor einer Einmischung von fremden Staaten in die inneren Angelegenheiten Syriens. Ein Vakuum in Damaskus könnte dramatischen Konsequenzen nach sich ziehen, so Salehi.



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