Finanzen & Recht

Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 10,7 % angestiegen

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist nun auf ein Rekordhoch von 10,7 % angestiegen, dies meldet das Statistische Amt der Europäischen Union Eurostat. Im Dezember wurde die Arbeitslosenquote in der Eurozone (17 Eurostaaten) mit schon rekordverdächtigen 10,6 % angegeben, die Arbeitslosenquote in der EU der 27 Staaten wird mit aktuell 10,1 % gemeldet, Diese hohe Arbeitslosigkeit schwächt nicht nur die Binnennachfrage, sondern belastet auch die angeschlagene Gemeinschaftswährung Euro.

Insgesamt 24,3 Millionen Arbeitslose- davon in der Eurozone 17 Millionen

Nach Meldung des Eurostat sind in der gesamten EU 24,3 Millionen Menschen ohne Arbeit, davon alleine im Euroraum 16,925 Millionen Menschen. Vergleichen mit den Vorjahreswerten sind die Arbeitslosenzahlen drastisch gestiegen, so stiegen die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zu Januar 2011 um 1,5 Millionen Menschen in der EU der 27 Staaten, und 1,2 Millionen Menschen im Euroraum an. Die höchsten Arbeitslosenquoten wurden aus den Ländern Spanien (23,3 %), Griechenland (19,9 %), Irland (14,8 %) und Portugal (ebenfalls 14,8 %) gemeldet. Das diese Staaten auch diejenigen sind, die im Zuge der Staatsschuldenkrise der EU am tiefsten betroffen sind, ist kein Zufall. Auf der anderen Seite weisen Österreich (4,0 %), Niederlande (5,0 %) und Luxemburg (5,1 %) die niedrigsten Arbeitslosenquoten auf. In Deutschland wurde im Januar eine Arbeitslosenquote von 7,4 % bekanntgegeben. Bezeichnend ist, dass seit Ausbruch der eigentlichen Krise im Jahr 2008 die Arbeitslosenzahlen im Ganzen in der EU angestiegen sind. Zwar konnten zehn Staaten der EU27 einen Rückgang in der Arbeitslosigkeit verzeichnen (darunter auch Deutschland), doch 15 Staaten haben einen Anstieg der Quote verzeichnen müssen.

Auch Inflation in der EU angestiegen

Noch in den vergangenen Tagen öffnete die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Schleusen und verlieh an über 800 Banken aus der EU insgesamt 530 Milliarden Euro. Schon zuvor hatte die EZB Staatsanleihen der von der Krise getroffenen Länder aufgekauft, erst im Januar beendete die EZB diese Praxis. So gesehen wird der Markt geradezu mit Notengeld überschwemmt, da nimmt es nicht wunder, dass die Inflation im Januar von 2,6 % auf 2,7 % angestiegen ist, wie Eurostat berechnet. Seit 15 Monaten liegt die Inflation oberhalb der 2 % Grenze, die die EZB als eigentliches Ziel ausgab, die Inflation dürfte im Februar aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB noch weiter ansteigen. Ob mit dieser Geldpolitik die Arbeitslosenquote in der EU, vor allem im Euroraum, gesenkt werden kann, darf bezweifelt werden.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.