Konjunktur

Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf Rekordniveau

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone erreicht mit 10,8 % ein Rekordniveau, damit stieg die Arbeitslosigkeit um 0,1 % im Vergleich zum Januar. Die Arbeitslosenquote in der EU der 27 Staaten wird mit 10,2 % benannt. Die gemeinsame Arbeitslosenstatistik wird seit 1999 erstellt, ein anderer Bericht verweist zugleich auf die abnehmende Produktion im Euroraum. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 10,0 %.

Die höchste Arbeitslosigkeit wird derzeit aus Spanien berichtet, hier liegt die offizielle Arbeitslosenquote bei 23,6 %. In Deutschland liegt die offizielle Arbeitslosenquote laut Eurostat, welches die Zahlen heute bekannt gab, bei 5,7 %. Insgesamt sind damit 17,134 Millionen Menschen arbeitslos im Euroraum, in der Eu wird die Zahl der Arbeitslosen mit 24,55 Millionen Menschen angegeben.

Niedrige Arbeitslosenquote

Laut Eurostat weisen Österreich (Arbeitslosenquote von 4,2%), Niederlande (4,9 %), Luxemburg (5,2%) und Deutschland die niedrigsten Arbeitslosenzahlen auf. Das Statistische Bundesamt nennt hingegen eine Arbeitslosenquote von 7,2 % für Deutschland im März 2012. Die Unterschiede zwischen Eurostat und Statista (deutsches Statistisches Amt) ergeben sich durch unterschiedliche Zählmethoden.

So werden in der EU-Statistik sämtliche arbeitsfähige Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren berücksichtigt. Dank dieser Zählmethodik ist die Arbeitslosenquote für den deutschen Bereich seit Oktober letzten Jahres konstant bei 5,7 %, wiewohl die nationale Statistik sehr wohl Veränderungen wahrnimmt und wiedergibt.

Hohe Arbeitslosenquote

Die höchste Arbeitslosenquote neben Spanien weist, in diesem Zusamenhang auch keine Überraschung, Griechenland auf, hier gelten laut Eurostat 21 % der Menschen als arbeitslos. Auch Portugal (15 %), Irland (14,7 %), Lettland (16,6 %), Litauen (14,3 %) und die Slowakei (14 %) weisen eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf.

Alle Anzeichen deuten auf eine (kommende) Rezession im Euroraum hin. Zwar geht es der deutschen Wirtschaft im Vergleich noch relativ gut, doch da die EU den Hauptabsatzmarkt der deutschen Exportindustrie bildet, wird eine Rezession in diesem Wirtschaftsraum auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben.

Auch wenn der Rettungschirm von 500 Milliarden Euro auf nunmehr 800 Milliarden Euro erhöht wurde, die Eurokrise zeichnet sich immer noch ab. Die Staatsverschuldungen in Spanien und Italien könnten noch größere Kreise ziehen als die in Griechenland.



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