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Argentinien droht Schritte gegen Ölbohrungen an Falklandinseln

Die Regierung in Argentinien hat im Streit um die Falklandinseln rechtliche Schritte gegen Ölbohrungen an den umstrittenen Inseln angedroht, der argentinische Außenminister Hector Timmerman bezeichnete die Ölbohrungen an den Falklandinseln als illegal. Er drohte Firmen, die an den besagten Ölbohrungen teilnehmen, mit Sanktionen in Argentinien. Die Falklandinsel, eine Inselgruppe im Atlantischen Ozean 400 Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt, bildet einen Zankapfel zwischen Großbritannien und Argentinien. Beide Staaten beanspruchen die Inselgruppe für sich, der so genannte Falkland-Krieg von 1982 führte dazu, dass die Insel seitdem unter britischer Verwaltung stehen.

Große Öl- und Gasvorkommen vermutet

Die Falklandinsel leben hauptsächlich von der Fischerei und der Landwirtschaft. Erst kurz vor der Jahrtausendwende wurden erste Ölfelder gefunden, daneben werden Gasvorkommen vermutet. Wirtschaftlich gesehen sind die Insel völlig von Großbritannien abhängig, die Regierung in London subventioniert die Wirtschaft vor Ort mit enormen Summen. Im Gegenzug beklagt sich Argentinien, welches seit 1833 die Inselgruppe für sich beansprucht, über die Überfischung der eigenen Gewässer durch britische Fangschiffe. Der Fund von Ölfeldern hat die Begehrlichkeiten weiter steigern lassen. So sagte Timmerman, dass das Öl und Gas bei der Inselgruppe  argentinischer Besitz sei. Aktuell habe der Ölförderer Rockhopper ein großes Feld gefunden und möchte mit den Bohrungen beginnen, daneben bohren schon andere britische Firmen. Insgesamt gehen die Schätzungen von 60 Millionen Barrel Erdöl aus.

Falklandinsel- wechselvolle Geschichte

Die Falklandinsel wurden erstmals 1592 vom britischen Seefahrer John Davis per Zufall gefunden, die Inselgruppe betreten hat erstmals John Strong 1690. Die erste Siedlung auf der Inselgruppe war eine französische, diese wurde 1764 errichtet. 1766 übergaben die Franzosen die Inselgruppe an die Spanier. 1833 wurde auf den Inseln der erste Marinestützpunkt vor Ort von Großbritannien errichtet, seitdem beansprucht das Vereinigte Königreich die Falklandinsel. 1982 nahmen argentinische Soldaten die Inselgruppe unter Besatzung, kurz darauf entsendete Großbritannien Truppen und eroberte die Insel kurze Zeit später, im Krieg kamen ca. 1000 Menschen ums Leben. Seitdem bildet die Inselgruppe den Konflikt zwischen Großbritannien und Argentinien. Das Vereinigte Königreich will die Souvärinität erst dann abtreten, wenn die Inselbevölkerung danach verlangt, was bislang nicht eintrat.

30 Jahre nach dem Krieg

30 Jahre nach dem Krieg fordert Argentinien immer noch die Souvärinität der Falklandinsel, wiewohl die Bevölkerung, Nachkommen nordenglischer und schottischer Einwanderer, sich dagegen ausspricht. Großbritannien wirft Argentinien vor, die Bevölkerung auf den Inseln bewusst zu traktieren. Das Unternehmen Rockhopper, das hauptsächlich bei den Falklandinsel nach Öl bohrt, habe 2011 weitere potentielle Ölfelder gefunden, Probebohrungen sollen dies bestätigen. Ob Argentinien mit der Androhung von rechtlichen Schritten gegen britische Firmen vor Ort den Konflikt wird lösen können, darf bezweifelt werden.

 

 



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