Geld & Investment

Auch die Risikostreuung bei der Geldanlage birgt Risiken

Nach einer Untersuchung des Analysehauses Scope nähern sich in schwierigen Wirtschaftsphasen die Aktienmärkte einander an. Anleger sollten diesen Punkt bei einer möglichen Risikostreuung ihres Vermögens beachten. Selbst wenn die einzelnen Anlagen in unterschiedlichen Anlageformen investiert werden, kann es sein, dass durch die schwierige Marktphase insgesamt eine Abwertung der Geldanlage möglich ist.

Die Ratingagentur Scope hat in diesem Zusammenhang festgestellt, dass es offenbar zusammenhänge unterschiedlicher Aktienmärkte in Phasen wirtschaftlicher Krisen gibt. Die Ratingagentur hat sich hierzu die durchschnittliche Wertentwicklung unterschiedlicher Aktienfonds angesehen, die jeweils in unterschiedlichen Märkten investieren. Einige Fonds beispielsweise investieren ausschließlich in Europa, andere wiederum ausschließlich in den USA oder in so genannten Schwellenländern.

Zwei Marktzyklen wurden untersucht

Die Analysten von Scope haben hierzu insgesamt zwei Marktzyklen untersucht, einmal den Zeitraum von Oktober 2002 sowie Oktober 2007 und die Zeit zwischen November 2007 und Februar 2009. In dem erstgenannten Zyklus stiegen die Märkte, in dem letztgenannten fielen sie. Das bemerkenswerte Ergebnis der Analysten – Wenn sich die Märkte insgesamt positiv entwickeln, kann es sein das sich die Fonds dennoch unterschiedlich hinsichtlich ihrer Performance darstellen.

Bei negativen Marktentwicklungen gehen nahezu alle börsennotiertenGeldanlagen auf Talfahrt

Wenn es dagegen an den Märkten insgesamt schlecht aussieht, gehen die Fonds insgesamt auf Talfahrt. Der Grund liegt hierbei auf der Hand. In den jeweils schlechten Marktphasen trennen sich viele Anleger von ihren Wertpapieren, so Sasa Perovic, leitender Analyst bei Scope. Die ausgelöste Verkaufswelle an den Märkten setzt damit die Aktienkurse insgesamt unter Druck. Während es also bei positivem Marktentwicklungen nicht einfach ist die Papiere herauszufiltern, die sich besonders gut entwickeln, ist es umso schwieriger, bei fallenden Markttendenzen herauszufinden, welche Papiere sich als stabil erweisen.

Die Analysten von Scope stellen deshalb fest, dass es nicht einfach ist, ein Portfolio so aufzustellen, dass es sich der allgemein sinkenden Markttendenz entzieht. Selbst bei Anlagen wie dem als sicher geltenden Rentenfonds kann es dazu kommen, dass bei einer allgemeinen Wirtschaftskrise auch diese in den Strudel der fallenden Kurse einbezogen werden.

Bestimmte Marktkorrelationen sind für Anleger von besonderem Interesse

So weisen beispielsweise deutsche Aktienfonds zu in Euro notierten langfristig angelegten Rentenfonds eine so genannte negative Korrelation auf. Demgegenüber gibt es aber beispielsweise bei den europäischen Anleihen, (hier befinden sich Papiere mit unterschiedlichen Laufzeiten im Portfolio) im Verhältnis zu Deutschland-Aktienfonds auch bei fallenden Kursen durchaus eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Wer diese Zusammenhänge bei seiner Geldanlage bedenkt, der ist auch in der Lage, bei insgesamt sich negativ darstellenden Markttendenzen seine Anlagen stabil zu halten. Auch bei der Anlage in Gold findet sich die gleiche Korrelation, da auch Gold extremen Marktschwankungen unterworfen ist



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