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Außenseiter gewinnt Gold in Alpine Königsdisziplin

Wie schon öfters in der Vergangenheit bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, waren es auch beim Abfahrtsrennen der Männer in Sotschi nicht die großen Favoriten die das Rennen dominierten.

Der 23-jährige Kärntner Matthias Mayer gewann überraschend die alpine „Königsdisziplin“ und versetzte die gesamte Ski-Nation Österreich in einen großen Freudentaumel.

Auf der anspruchsvollen und selektiven Strecke der Olympia Abfahrt von Sotschi 2014 siegt Mayer in 2:06,23 Minuten mit grade mal 0,06 Sekunden vor dem Italiener Chritsof Innerhofer. Mit dem Norweger Kjetil Jansrud (+ 0,10 Sekunden) sicherte sich ein weiterer Außenseiter die Bronzemedaille.

Topfavoriten auf die Goldmedaille gescheitert

Enttäuschend verlief die Olympia Abfahrt für die von vielen Experten gehandelten Topfavoriten auf Olympisches Gold Aksel Lund Svindal aus Norwegen und den US-Amerikaner Bode Miller. Svindal der Seriensieger des aktuellen Ski-Weltcups erreichte nach einer Fahrt mit mehren kleinen Fehlern und einem Rückstand 0,29 Sekunden nur den undankbaren 4. Platz.

US-Ski-Star Bode Miller der die Tage zuvor die Trainings für die Olympia Abfahrt dominiert hatte, konnte diese Top-Leistung beim Olympischen Abfahrtrennen nicht abrufen. Er belegte am Ende mit 0,52 Sekunden Rückstand nur Platz 8. Für den US-Amerikaner Miller war das nach seinen knapp verpassten Abfahrts-Triumph in Kitzbühl vor zwei Wochen eine weitere bittere Enttäuschung in dieser Saison.

Alpine Königsdisziplin ohne Deutsche Teilnehmer

Als „Trümmerhaufen“ bezeichnete DSV Alpindirektor Wolfgang Maier das Speed-Team der Deutschen Herren vor knapp zwei Wochen am Rande des Ski-Weltcups von Kitzbühl. Von Eins auf Null innerhalb von 4 Jahren! Mit Stephan Keppler konnte der DSV 2010 bei den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver immerhin noch einen Starter für die Alpine Königsdisziplin aufbieten.

Beim Rennen in Sotschi 2014 wird wie schon 2006 in Turin wieder kein deutscher Athlet an den Start gehen. Anfang November letzten Jahres hatte der DSV Tobi Stechert fest für die Teilnahme an der Olympischen Abfahrt 2014 in Sotschi eingeplant. Der 28-jährige Obersdorfer zog sich beim Training zum Abfahrtsrennen im schweizerischen Wengen einen Meniskusriss zu. Somit war für Ihn keine Teilnahme in Sotschi möglich.

Weitere Hoffnungsträger wie etwa der frühere Junioren Weltmeister im Super-G Andreas Sander aus Ennepetal haben aktuell noch mit den Nachwirkungen schwerer Verletzungen zu kämpfen. Mann darf sehr gespannt sein, wie die Entwicklung im Herren Speed-Team des DSV in den nächsten Jahren weiter geht.

Höfl-Riesch und Neureuther als Deutsche Hoffnungsträger

Die Deutschen Medaillenhoffnungen für die Alpine Ski-Wettkämpfe in Sotschi 2014 liegen auf den Schultern von Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther. Höfl-Riesch gehört in der Superkombination, Abfahrt, Super-G und im Slalom zu den potentiellen Medaillen Anwärtern.

Slalom As Felix Neureuther zählt nach seinem ersten Weltcupsieg im Riesentorlauf von Adelboden auch in dieser Disziplin zu den Favoriten auf eine Medaille. Mit Viktoria Rebensburg und Fritz Dopfer gehen im Riesentorlauf zwei weitere Top Athleten für den DSV an den Start. Die beiden könnten durchaus für eine positive Überraschung aus Deutscher Sicht sorgen.



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