Finanzen & Recht

Banken Test 2014: Verbraucherzentrale bemängelt hohe Gebühren

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 20 Banken auf ihre Vorgehensweise beim Einzahlen von Geldmünzen überprüft.

Dabei kam nicht nur heraus, dass sehr hohe Gebühren für das Geldeinzahlen bezahlt werden müssen.

Banken im Test 2014: nicht kundenfreundlich

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 20 Banken einem Test unterzogen. Es wurden bei verschiedenen Banken jeweils 1000 Cent-Münzen einbezahlt. Dafür mussten nicht nur sehr hohe Gebühren bezahlt werden. Oftmals wurde die Annahme der Münzen sogar verweigert und zudem waren die Banken alles andere als kundenfreundlich.

Wie teuer ist das Einzahlen von Geldmünzen?

Laut der Verbraucherzentrale nahmen einige Geldinstitute die Münzen nur an, wenn sie sortiert in Papierrollen verpackt übergeben wurden. Obwohl die Sortierarbeit vom Verbraucher erledigt wurde, kassierten einige Banken bis zu 10,50 Euro. Dabei handelte es sich lediglich um einen Einzahlbetrag in Höhe von 40,50 Euro.

Bei dem Banken Test versuchten die Verbraucherschützer das Geld auf ein Konto einzuzahlen oder die Münzen sollten in Scheine umgetauscht werden.

Viele Banken nehmen Geldmünzen kostenlos entgegen

Beim Test der Verbraucherzentrale nahmen die meisten Geldinstitute die Geldmünzen kostenlos an, um sie zu wechseln oder das Geld auf das Konto zu buchen.

Die Sparkasse hingegen sieht ihr Geschäft scheinbar in den Münzen. So kassierte die Sparkasse Dinslaken, den Ergebnissen der Verbraucherschützer zufolge, fünf Euro, für das Einzahlen auf ein Konto.

Bei den Sparkassen in Essen und Köln-Bonn wurden für diesen Service 4,20 Euro berechnet. Die Münzen wurden in diesen Fällen in Papierrollen verpackt übergeben. Wurde das Geld in einem sogenannten Safe Bag übergeben, konnte man sich das Verpacken des Geldes sparen und bezahlte nur drei Euro.

Nicht einzahlen wird teuer

Wenn das Geld nur in Scheine gewechselt werden soll und nicht bei der Bank eingezahlt wird, kann das richtig teuer werden. Bei vielen Geldinstituten wurden die Münzen in diesem Fall nicht einmal angenommen. Nur die Postbank nahm den Geldwechsel kostenlos vor.

Die Sparkasse Köln kassierte für diesen Service laut Verbraucherschutz stolze 10,50 Euro. Außerdem mussten die Münzen in Papier eingerollt, abgegeben werden.

Schlechter Service bei Direktbanken

Bei dem Test wurde auffällig, dass Direktbanken in Bezug auf das Geschäft mit den Geldmünzen einen besonders schlechten Service bieten.

Direktbanken werden auch als Onlinebanken bezeichnet, da sie überwiegend im Internet vorzufinden sind. Filialen, die der Kunde direkt besuchen kann, gibt es kaum. Die Filialen, die es gibt, nahmen meist nur bis zu 50 Münzen an. Zudem sind davon nur etwa 30 Prozent aller Direktbanken-Filialen für die Kunden zugänglich.

Zocken die Banken ihre Kunden ab?

Wer seine Geldmünzen auf sein Konto einzahlen oder in Scheine wechseln möchte, kann dies bei vielen Banken machen. Allerdings muss oftmals mit hohen Kosten gerechnet werden, die bei den Geldinstituten stark variieren können.

Gute Chancen hingegen hat man für gewöhnlich bei seiner Hausbank. Diese nimmt die Geldmünzen, je nach Bank, kostenlos an. Es werden in diesem Fall nur selten Gebühren für den Geldwechsel oder die Einzahlung berechnet.



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