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BASF steigert Umsatz auf 78,7 Milliarden Euro

Der größte Chemiekonzern der Welt, BASF, konnte aufgrund des guten Ölgeschäftes im vergangenen Jahr den Umsatz auf 78,7 Milliarden Euro steigern. Auch das operative Ergebnis ist als Rekord anzusehen. Insbesondere das gute Gas- und Ölgeschäft sowie die Nachfrage nach Chemikalien für den Agrarmarkt haben dem Chemiekonzern BASF im Jahr 2012 Rekordumsätze und Rekordgewinne beschert.

BASF-Vorstandschef Kurt Bock konnte nach Vorlage der Jahresbilanz eine auf 2,60 Euro gestiegene Dividende verkünden. Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Cent je Aktie. Auch für das laufende Jahr sollen die Zuwächse beim Umsatz sowie beim bereinigten Betriebsgewinn weiter zunehmen.

Gas- und Ölgeschäft sorgt für glänzende Unternehmensbilanz

Trotzdem will das Unternehmen auch konzernweit sparen und so Kapazitäten für einen weiterhin guten Konzernumsatz schaffen. Der Betriebsgewinn konnte insgesamt um 5 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Im Schnitt hatten Analysten auch mit Zuwächsen von 8,95 Milliarden Euro gerechnet. Insbesondere das Gas- und Ölgeschäft sorgte für gute Ergebnisse.

Nach dem Sturz des Regimes in Libyen, im Oktober 2011, lag zunächst die Ölproduktion in der Wüste von Libyen brach. Zwischenzeitlich hat das Unternehmen die Produktion jedoch wieder angefahren, sodass die Ölförderung in Libyen wieder normal läuft. Dennoch konnte die frühere Ölproduktionsmenge von 100000 Barrel pro Tag nicht erreicht werden. Zuletzt konnte eine Tagesfördermenge von 80000 Barrel je Tag verzeichnet werden.

Chemikalien für Agrarmarkt als profitable Unternehmenssparte

Besonders profitierte BASF im Jahr 2012 von einer starken Nachfrage nach Chemikalien für den Agrarmarkt. Für den Bereich der reinen Chemikalien- und Kunststoff-Sparte reduzierte sich das operative Ergebnis jedoch. Zu dem guten Konzernergebnis trugen auch günstige Einflüsse der Währungen sowie eine Anhebung der allgemeinen Preise bei.

Im Jahr 2012 fiel der Unternehmensüberschuss jedoch um insgesamt 21,2 Prozent auf 4,88 Milliarden Euro ab. Zuvor konnte noch dank einer hohen Sonderzahlungen in Höhe von 600 Millionen Euro profitiert werden. Unternehmenschef Bock rechnet im laufenden Jahr mit einem allgemein schwierigen Marktumfeld. Dennoch will das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn weiter zulegen. Insbesondere in den Schwellenländern will das Unternehmen zukünftig engagiert sein.

Sparprogramm soll jährlich eine Milliarde Euro einbringen

Durch Auflage des Sparprogramms mit dem Namen „Step“ will der Konzern bis zum Jahr 2015 jedes Jahr etwa 1 Milliarde Euro einsparen, die dann dem Unternehmensergebnis positiv zugeführt werden sollen. Bisher sahen die Unternehmensbilanzen der Chemieunternehmen durchweg nicht sehr gut aus.

So machte das US-amerikanische Unternehmen Dow Chemical, einer der Hauptrivalen von BASF, aufgrund Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer schwachen Nachfrage nach Kunststoff im letzten Quartal des Jahres 2012 Verluste. Auch das US-Unternehmen DuPont verbuchte keine guten Unternehmenszahlen, aufgrund des insgesamt negativen Marktumfeldes. Der Gewinn brach bei dem Unternehmen um insgesamt 70 Prozent auf nunmehr 111 Millionen US-Dollar ein. Im Gegensatz zur Konkurrenz steht BASF regelrecht glänzend dar.



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