Finanzen & Recht

Baufinanzierung: Stiftung Warentest bietet Vergleichsmöglichkeiten

Wer ein Haus bauen will oder aber eine Eigentumswohnung finanzieren möchte, sollte die Finanzierung nicht überstürzen. Stiftung Warentest rät zu einer genauen Analyse der Anbieter. Der Bauherr kann durch eine gezielte Auswahl der Finanzierung und des entsprechenden Anbieters durchaus einige zehntausend Euro einsparen. Derzeit profitieren Bauherren insbesondere von einem historischen Zinstief.

Stiftung Warentest: 92 Baufinanzierer getestet

Die Auswahl an Kreditfinanzierungsmöglichkeiten überfordert indes so manchen Bauherren. Stiftung Warentest berichtet denn auch in einer ihrer neuesten Ausgaben von „Finanztest“, dass die Auswahl an Kreditgebern so groß wie lange nicht ist.

Dies bringt allerdings Probleme für den Bauherren mit. Wie aus der Fülle von Anbietern die beste Baufinanzierung herausfinden? Wie soll der zukünftige Hausbesitzer den optimalen Anbieter für seine Wünsche finden? Und vor allem stellt sich der potenzielle Hausbesitzer die Frage, wie sollte der Darlehensvertrag gestaltet sein und welche Laufzeit sollte er mindestens beinhalten?

Diese und viele weitere Fragen behandelt die Stiftung Warentest in ihrer Untersuchung von Baufinanzierungsanbietern. Stiftung Warentest untersuchte insgesamt 92 Baufinanzierungsanbieter.

Bis zu 40000 Euro lassen sich bei 150000 Euro-Darlehen sparen

Als Beispeilfall wurde hierbei die Beantragung eines Darlehens über 150000 Euro mit einer zwanzigjährigen Laufzeit angenommen. Der Test hat gezeigt, dass der Bauherr beim teuersten Anbieter fast 40000 Euro mehr gegenüber dem günstigsten Baufinanzierer bezahlt hätte.

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie sehr die Angebote variieren und welche Fallstricke bei der Finanzierung lauern können. „Finanztest“ stellte insbesondere Darlehen mit einer Riester-Förderung ein gutes Zeugnis aus. Durch die Ausnutzung von Steuervorteilen oder Zulagen könnte der Hausbauer so mehrere Tausend Euro zusätzlich erhalten.

Wie „Finanztest“ weiter berichtet, waren insbesondere die Darlehen von Bausparkassen besonders günstig. So wurden hierbei teilweise nur zwischen 3,0 und 3,6 Prozent Zinsen auf die gesamte Laufzeit gerechnet, verlangt. Neben der herkömmlichen Methode der Baufinanzierung gibt es zudem noch das sogenannte Forward Darlehen.

Diese Darlehensform ist besonders im Rahmen der Umschuldung oder im Rahmen der Zinssicherung für Bauspardarlehen beliebt. Hierbei erhält der Kunde quasi ein Vorausdarlehen, welches entweder zur Zinssicherung dient oder aber zur Umschuldung.

Das Forward-Darlehen kann auch zu einem beliebigen Zeitpunkt ausbezahlt werden, um zu bestimmten Zeitpunkten die Bauspardarlehen abzulösen. Das Wichtigste bei der Baufinanzierung ist eine Kombination von verschiedenen Finanzierungsformen.

Neben der notwendigen Eigenkapitalquote sollten Bauspardarlehen und Hypothekendarlehen die Finanzierung absichern. Die Online-Ausgabe vom „Focus“ berichtet über Focus.de über den Baufinanzierungstest der Stiftung Warentest
ausführlich.



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