Versicherung & Vorsorge

Bayrische Beamtenversicherung ändert Namen: Welche Folgen ergeben sich für Kunden?

Die Bayrische Beamtenversicherung (BBV) ändert ihren Namen. Das Unternehmen will zukünftig unter dem Namen „die Bayrische“ auftreten. Diesen Schritt teilte das Unternehmen jetzt auf der Fachmesse DKM mit. Die Umbenennung sei ein „weiterer wichtiger Zwischenschritt“ in der strategischen Neuausrichtung des Versicherungsunternehmens, so die Versicherungsgruppe gegenüber der Presse.

Bereits bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes für das Jahr 2011 kündigte Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der BVV-Versicherungsgruppe mit, dass eine „Markenprofilierung“ erfolgen solle. Durch die Unternehmensneuausrichtung solle die „Basis für weiteres profitables Wachstum“ geschaffen werden, so Schneidemann damals. Auf der Fachmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft (DKM) in Dortmund teilte das Unternehmen nunmehr mit, dass die Unternehmensgruppe zukünftig unter dem Namen „die Bayrische“ auftreten werde.

BBV: Bereits zuvor nicht nur Beamten vorbehalten

Dadurch solle statt des Berufsstandes die Herkunft des Unternehmens in den Fokus gerückt werden. Zuvor warb die BBV mit dem Slogan „Offen für alle“, um zu signalisieren, dass nicht nur Angehörige des Berufsstandes der Beamten bei der BBV versichert werden können. Nun tritt das Unternehmen mit dem Slogan an: „Versichert nach dem Reinheitsgebot“.

Dieser Werbeslogan, der bewusst eine Analogie zu dem Brauereireinheitsgebot zieht, soll signalisieren, dass nur eine verständliche und transparente Versicherungs- und Vorsorgelösung im Portfolio der BBV angeboten wird. Zugleich sollen mit dem Werbeslogan auch die Werte Bayerns vertreten werden.

Rückbesinnung auf bayrische Werte

„Leistung, Glaube an die eigene Stärke und der Innovationsgedanke“, so Hartmut Wiedey, Mitglied im Vorstand der BBV, sollen demnach zukünftig Leitgedanken der BBV sein. Diese Leitgedanken sollen zugleich auf die Kunden übertragen werden. Im neuen Auftritt der umbenannten Versicherungsgruppe prangt deshalb zukünftig auch ein bayrischer Löwenkopf, der all diese Werte nochmals bildlich transportieren soll.

Für Bestandskunden ändert sich nichts

Für die Kunden der bisherigen BBV ändert sich jedoch nichts. Die bisherigen Firmierungen der bayrischen Beamten Lebensversicherung a.G, sowie der neuen Bayrischen Beamten Lebensversicherung AG und der Bayrischen Beamten Versicherung existieren weiterhin als juristische Personen. Insofern bleiben auch die bisherigen Verträge der Bestandskunden von der Umbenennung des Unternehmens unberührt.

Dennoch will „die Bayrische“ den neuen Namen nach außen kommunizieren, um das Unternehmen so für die Zukunft vorzubereiten. Zugleich soll der neue Name auch dazu dienen, die eigene Leistungsfähigkeit in wirtschaftlicher Hinsicht zu fördern, sprich noch erfolgreicher zu werden. Ob dies gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Dass Umbenennungen nicht immer ein Nachteil sein müssen, bezeugen beispielsweise die Umbenennungen einiger Betriebsteile der Ruhrkohle AG in den Evonik-Konzern oder die Produktumbenennung des Schokoriegels Raider in Twix. Ob das Konzept der bisherigen BBV indes aufgehen wird, bleibt abzuwarten.



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