Finanzen & Recht

Pflegeversicherungsbeitrag 2014

Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung als teil der Sozialversicherungen in Deutschland werden von den Rechengrößen, der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bestimmt, die der Bundesrat vor kurzem für das Jahr 2014 verabschiedet hat.

Somit ergibt sich ein neuer gesetzlicher Pflegeversicherungsbeitrag 2014.

Da die Beitragsbemessungsgrenze 2014 steigt, erhöht sich auch der Pflegeversicherungsbeitrag 2014, jedoch bis zu einem Höchstbeitrag.

Gesetzliche Pflegeversicherung als Pflichtversicherung

In das deutsche Rund-um-Paket der Sozialversicherungen gehört neben vier weiteren Pflichtversicherungen auch die Pflegeversicherung, die seit Anfang des Jahres 1995 gesetzlich vorgeschrieben und somit für jeden deutschen Bürger verbindlich ist. Sie komplettiert das Netzwerk an Sozialversicherungen, zu der außerdem die Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zählen.

Pflegeversicherung 2014 – Gesetzlich oder privat?

Wie bei der Krankenversicherung, kann man sich natürlich auch bei der Pflegeversicherung privat versichern oder privat Zusatzleistungen abschließen – in diesem Fall sogenannte private Pflegezusatzversicherungen.

Nach wie vor wird die Pflegeversicherung auch im Jahr 2014 bindend sein, das heißt, dass sich jeder in irgendeiner Form pflegeversichern muss, um das sogenannte Pflegebedürftigkeitsrisiko abzudecken, da theoretisch jeder zwangsläufig dem Risiko ausgesetzt ist, pflegebedürftig zu werden.

In den vergangenen Monaten kamen allerdings vermehrt Fragen auf, wie sich die Pflegeversicherung im Jahr 2014 entwickelt, insbesondere auch im Hinblick auf private Pflegezusatzversicherungen. Stichwort: Pflege-Bahr.

Staatlich geförderte Pflegeversicherung: Pflege-Bahr auch 2014

Der Name Pflege-Bahr geht auf Gesundheitsminister Daniel Bahr zurück, der diese private Pflegezusatzversicherung ins Rollen gebracht hat und deren offizielle Bezeichnung ein Unding auszusprechen ist.

Beim Pflege-Bahr handelt es sich um eine private Pflegezusatzversicherung, die sich aber auch an alle gesetzlich Pflegeversicherten richtet und die zudem staatlich gefördert wird.

Staatliche Zulagen zur Pflege-Bahr Versicherung

Hier gilt unter anderem: Wer eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, bei der die Beiträge, die vom Versicherten gezahlt werden, mindestens 10 Euro im Monat betragen, der erhält 5 Euro vom Staat. Aber auch andere Faktoren spielen beim Pflege-Bahr – dem Riester der Pflegeversicherung – eine Rolle, so beispielsweise die Pflegestufe für die sich der Versicherte entscheidet.

Da eine Pflegeversicherung im Gegensatz zu einer Krankenversicherung, die alle Kosten deckt, nicht alle Kosten übernimmt, sondern nur für ein bestimmtes Pensum (einen zuvor verhandelten Pflegetages- oder Pflegemonatssatz) einspringt, kann sich der Versicherte entscheiden, wie umfangreich eben jene Leistungen sein sollen.

Pflegestufe I bis III

Pflegestufe I ist hierbei die Pflegestufe mit dem niedrigsten Beitragssatz. Wer den Pflege-Bahr bei Pflegestufe III in Anspruch nehmen möchte, muss sich mit seinem Versicherer auf ein Pflegemonatsgeld von mindestens 600 Euro geeinigt haben.

Unabhängig ist die staatliche Förderung hingegen vom Einkommen des Versicherten.

Der Pflege-Bahr ist bereits seit 1. Januar 2013 in Kraft, allerdings gingen die einzelnen Versicherer erst im Laufe des Jahres dazu über, das Modell in ihr Angebot aufzunehmen, da natürlich zunächst entsprechende Konditionen geschaffen werden mussten.

Pflegeversicherungsbeitrag 2014: Beitragsbemessungsgrenze

Der Bundesrat verabschiedete bereits Ende des Jahres die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung für das Jahr 2014. Dies betrifft natürlich auch die Pflegeversicherung und wie sich diese 2014 entwickelt.

Anpassungen wurden in Sachen Bezugsgröße, Jahresarbeitsentgeltgrenze und Beitragsbemessungsgrenze gemacht, wodurch sich auch die Pflegeversicherung 2014 preislich nach oben bewegt.

Vor allem die Beitragsbemessungsgrenzen wirken sich auf die Beitragshöhen aus, da dadurch die Lohnnebenkosten steigen und die Pflegeversicherung auch für die Arbeitgeber teurer machen.

So steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung (Krankenversicherungsbeitrag 2014) und damit auch die BBG zur Pflegeversicherung, die mit der gesetzlichen Krankenversicherung einhergeht, ab dem 1. Januar 2014 von monatlich 3.937,50 Euro im Jahr 2013 auf monatlich 4.050,00 Euro im Jahr 2014.

Mit der Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich auch die Bezugsgröße – in diesem Fall auf 2.765 Euro im Monat bzw. 33.180 Euro im Jahr. Dieser Satz gilt bundesweit. Weitere Informationen zum gesetzlichen und privaten Pflegeversicherungsbeitrag 2014 können Sie hier lesen



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.