Wirtschaft

Beitragsbemessungsgrenze 2012 steigt

Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer sind im Zeitraum 2009 bis 2010 im Westen um 2,09 Prozent gestiegen, im Osten um 1,97 Prozent. Anhand dieser Entwicklung ist zu erwarten, dass die für die Sozialversicherung relevanten Berechnungsgrößen, also die Beitragsbemessungsgrenze 2012 sowie die Versicherungspflichtgrenze 2012 erhöht werden. Der Entwurf ist bereits ausgearbeitet und wird vermutlich im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet.

Beitragsbemessungsgrenze 2012 steigt auf Vorjahresniveau

In der Geschichte der Sozialversicherung ist im Jahr 2011 erstmals die BBG (Beitragsbemessungsgrenze) gesunken. Durch die gute Konjunktur ist jedoch zu erwarten, dass sie im Jahr 2012 wieder angehoben wird und damit wieder das Niveau des Jahres 2010 erreicht. Die BBG soll vermutlich von 3.712,50 EUR auf 3.825,00 EUR im Monat ansteigen und ist damit für Besserverdienende relevant, die ein Jahreseinkommen von über 45.900 Euro erhalten.

Somit wird auch die Krankenversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber teurer, sollten die Anteile von 8,2 Prozent für Arbeitnehmer und 7,3 Prozent für Arbeitgeber beibehalten werden, so ist für Arbeitnehmer ein maximaler Krankenversicherungseigenanteil von 313,65 Euro zu erwarten, der Arbeitgeber muss für jeden Arbeitnehmer 8,22 Euro mehr aufbringen. Der Beitragszuschuss soll auf 279,23 Euro erhöht werden.

Unterschiede zwischen Ost und West

Nicht nur in der Krankenversicherung werden zum Jahreswechsel Änderungen aktiv, auch die BBG für Arbeitslosen- und Rentenversicherung wird angepasst. Hier muss jedoch eine Unterscheidung zwischen Ost und West getroffen werden. Während im Westen eine Anhebung von 5.500 Euro auf 5.600 Euro zu erwarten ist, stagniert die BBG für Arbeitslosen- und Rentenversicherung im Osten und bleibt unverändert bei 4.800 Euro stehen.



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