Versicherung & Vorsorge

Beitragsbemessungsgrenze 2013

Krankenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2013

Der Begriff der Beitragsbemessungsgrenze stammt aus dem deutschen Sozialversicherungssystem. In der gesetzlichen Krankenversicherung legt sie den Betrag fest, der zur Berechnung der Versicherungsbeiträge herangezogen wird. In der gesetzlichen Krankenversicherung galt im Jahr 2012 eine jährliche Beitragsbemessungsgrenze von 45.900 Euro, das entspricht einer monatlichen Beitragsbemessungsgrenze von 3.825 Euro. Für das Jahr 2013 wird eine Anhebung der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze auf 47.250 Euro erwartet, sie liegt pro Monat dann bei 3.937,50 Euro. Damit ist die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung 2013 erneut gestiegen.

Krankenversicherungsbeitrag 2013 steigt mit der Einkommensgrenze

Eine wichtige Rolle spielt die Beitragsbemessungsgrenze sowohl für die Versicherer als auch für die Versicherten. Durch eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2013 erhält eine gesetzliche Krankenkasse im folgenden Jahr höhere Einnahmen aus den Versicherungsbeiträgen. Umgekehrt haben die Versicherten für einen höheren Anteil ihres Einkommens Versicherungsbeiträge zu zahlen. Nicht zu verwechseln ist die BBG 2013 mit der Versicherungspflichtgrenze 2013.

Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2013 haben Versicherte für insgesamt 1.350 Euro zusätzliche Beiträge zu zahlen. Die Höhe des Beitrags errechnet sich aus dem Einkommen auf Bruttobasis und dem einheitlichen Beitragssatz der Krankenkassen von derzeit 15.5 Prozent. Somit unterliegt die Kalkulation der Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung anderen Regularien als in der privaten Krankenversicherung. Dort hat der Versicherte maßgeblichen Einfluss auf die Höhe seiner Versicherungsprämie und auf seine Leistungen. Gesetzlich Versicherte können hier keinen Einfluss nehmen, sie haben jede Beitragserhöhung oder Absenkung zu akzeptieren.

BBG 2013: Maximaler Zuschuss zur privaten Krankenversicherung 2013

Allerdings hat die Beitragsbemessungsgrenze 2013 auch für privat Versicherte eine bedeutende Auswirkung. Sie reglementiert, in welcher maximalen Höhe der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen wird. Dieser Arbeitgeberzuschuss gilt auch für die private Krankenversicherung. Hat ein Versicherter einen hohen Beitrag zu zahlen, wird der Beitrag des Arbeitgebers nur bis zur maximalen Höhe gehen. Der Arbeitnehmer hat somit einen erheblichen Anteil an der Versicherungsprämie aus eigener Tasche zu tragen.

Der gesetzlich vorgeschriebene Beitragssatz der Krankenversicherung liegt derzeit bei 15,5 Prozent, davon zahlt der Arbeitgeber 7,3 Prozent, der Arbeitnehmer 8,2 Prozent. Das entspricht für das Jahr 2013 einem maximalen Arbeitgeberzuschuss von 287,44 Euro pro Monat. Hat der Versicherte nun aufgrund guter Leistungen einen sehr hohen Versicherungsbeitrag zu zahlen, wird sein Anteil deutlich höher sein und 8,2 Prozent des Bruttoeinkommens weit überschreiten.

Steigende Einnahmen für gesetzliche Krankenkassen

Bei allen Nachteilen hat die höhere Beitragsbemessungsgrenze 2013 allerdings auch einen großen Vorteil für die Krankenkassen. Sie erhalten dadurch höhere Einnahmen und sollten einen soliden Gewinn erwirtschaften können. Je höher die Beitragseinnahmen, desto geringer ist die Gefahr, aufgrund hoher Kosten nicht mehr wirtschaftlich zu agieren. Auch reduziert sich das Risiko, Zusatzbeiträge erheben zu müssen, die weitere Einnahmen in die Kassen spülen. Somit sorgen höhere Beiträge der Versicherten zwar einerseits für ihren Unmut, doch andererseits garantieren sie solide Leistungen, die wiederum zum Vorteil der Versicherten sind.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.