Finanzen & Recht

Beitragsbemessungsgrenze 2014

Die Beitragsbemessungsgrenze 2014, eine der wichtigsten Größen in der deutschen Sozialversicherung, wurde im Herbst 2013 neu festgelegt und damit der aktuellen Einkommensentwicklung angepasst. Die Beitragsbemessungsgrenze 2014, auch kurz BBG genannt, regelt die Beitragshöhe der Sozialversicherungen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Versicherungsnehmer mit entsprechendem Einkommen müssen künftig somit mehr Geld für den Krankenversicherungsbeitrag aufwenden und auch der maximale Zuschuss für Arbeitgeber steigt, siehe BBG KV 2014

Neue Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung 2014

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beiträge anhand des gesetzlich festgelegten Beitragssatzes vom Bruttoeinkommen berechnet. Dies hat den Vorteil, dass Menschen mit geringem Einkommen auch einen nur geringen Beitrag für die Krankenversicherung entrichten müssen. Gutverdiener hingegen müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen, obwohl alle Versicherten einheitliche Leistungen erhalten.

Maximaler Höchstbeitrag in der Krankenversicherung 2014 anhand der BBG

Allerdings steigen die Beiträge für die KGV nicht unendlich, sondern sie werden mit Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Diese Einkommensgrenze wird von der Bundesregierung jährlich neu festgelegt und an die aktuelle Einkommensentwicklung angepasst. Bei steigendem Durchschnittseinkommen wird auch die Beitragsbemessungsgrenze entsprechend angehoben. Gutverdiener, die diese Einkommensgrenzen erreichen, müssen somit künftig mehr Geld für ihre Krankenversicherung aufwenden. Steigende Leistungen dürfen Versicherte in diesem Fall allerdings nicht erwarten, denn die Leistungen der GKV werden im Sozialgesetzbuch festgelegt und gelten einheitlich.

Beitragsbemessungsgrenze 2014 steigt mit Durchschnittseinkommen

Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage und des steigenden Durchschnittseinkommens wurden für das neue Jahr 2014 somit jetzt höhere Verdienstgrenzen festgelegt. Sie liegen künftig bei 4.050 Euro Monatseinkommen bzw. 48.600 Euro Jahreseinkommen. Diese Einkommensgrenzen gelten im Übrigen nicht nur für die gesetzliche Krankenversicherung, sondern auch für die gesetzliche Pflegeversicherung, und zwar in den neuen wie in den alten Bundesländern einheitlich.

Auch die Versicherungspflichtgrenze 2014 steigt

Trotz einer Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2014 und den damit erhöhten Versicherungsbeiträgen ist es für gesetzlich Versicherte nicht automatisch möglich, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Dies ist nämlich erst ab dem Erreichen der Versicherungspflichtgrenze möglich, die allerdings deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze liegt und ebenfalls für 2014 nach oben angepasst wurde. Details zur Versicherungspflichtgrenze 2014 auf dieser Webseite

Um eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV zu beantragen, ist ab 2014 ein Einkommen von 53.550 Euro pro Jahr erforderlich. Erst wenn dieses Einkommen erreicht ist, ist ein Wechsel in die PKV, die oft deutlich höhere Leistungen als die gesetzliche Versicherung bietet, möglich. Hiermit verbunden ist eine freie Tarifwahl und oft sogar günstigere Prämien, denn die Versicherungsbeiträge werden nicht mehr nach dem Einkommen, sondern nur noch nach dem Alter und dem Versicherungsumfang berechnet.

BBG RV 2014 BBG PV und BBG AV

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind aber nicht nur in der gesetzlichen Krankenversicherung wichtig, sondern nehmen auch in den übrigen Sozialversicherungen einen wichtigen Stellenwert ein. Auch in der Rentenversicherung wie in der Arbeitslosenversicherung gibt es Einkommensgrenzen, die den Maximalbeitrag für die jeweilige Versicherung angeben.

Beitragsbemessungsgrenze 2014 für Ost und West

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung unterschiedliche Einkommensgrenzen für Ost- und Westdeutschland, die entsprechend beachtet werden sollten. Auch sie werden der Einkommensentwicklung in den jeweiligen Regionen angepasst und 2014 entsprechend angehoben.

Für die neuen Bundesländer sowie für Berlin-Ost beträgt die Verdienstgrenze 2014 in diesem Bereich 60.000 Euro pro Jahr bzw. 5.000 Euro pro Monat. Für die alten Bundesländer sowie Berlin-West gilt eine deutlich höhere Einkommensgrenze von 71.400 Euro jährlich oder 5.950 Euro monatlich. In beiden Fällen werden Einkommen oberhalb der jeweils festgelegten Grenzen nicht mehr für die Berechnung der Beiträge zugrunde gelegt.



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