Wirtschaft

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2012

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ( BBG KV 2012 ) wird für das Jahr 2012 von bislang 44500 Euro auf 45900 Euro im Jahr erhöht. Die neue Einkommensgrenze entspricht einem monatlichen Betrag von 3825 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung bezeichnet den Teil des monatlichen Bruttoeinkommens, bis zu welchem Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse zu bezahlen sind und wird jährlich anhand der Entwicklung von Löhnen und Gehältern vom Bundeswirtschaftsministerium neu festgelegt.

Krankenversicherungsbeitrag 2012 steigt

Der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigende Teil des Einkommens bleibt für die Berechnung des Krankenversicherungsbeitrags unberücksichtigt, zugleich sind für diesen auch keine Arbeitgeberanteile zu zahlen. Die erhöhte Beitragsbemessungsgrenze 2012 führt naturgemäß zu einer Steigerung des maximalen monatlichen Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, dieser beläuft sich künftig auf 318,65 Euro. Der maximale Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt ebenfalls, dieser beläuft sich künftig auf 279,23 Euro. Da die Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung an diejenigen der Krankenversicherung gebunden sind, steigen die höchstmöglichen Beiträge für diese ebenfalls an.

Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung 2012 wirkt sich auf mögliche Leistungen nur aus, wenn der Versicherte bei längerer Erkrankung Krankengeld bezieht, da die Sachleistungen der Krankenkassen nicht von den eingezahlten Beiträgen abhängen. Für Versicherte in einer privaten Krankenversicherung wirkt sich die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung in der Weise aus, dass der Arbeitgeber einen höheren steuerfreien Zuschuss zu den Beiträgen leisten kann.

Wahl zwischen freiwillige gesetzliche oder private Krankenversicherung 2012

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung wirkt sich in erster Linie beitragssparend für Personen mit einem hohen Einkommen aus. Auf diese Weise verstärkt die Beitragsbemessungsgrenze die Motivation des entsprechenden Personenkreises, freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse zu verbleiben. Eine übermäßige Erhöhung oder gar Aufgabe der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung führt faktisch nicht zu Mehreinnahmen der gesetzlichen Krankenkassen, da dann deutlich mehr Menschen als jetzt in die private Krankenversicherung wechseln würden, welche ohnehin mit günstigen Beiträgen und durch bessere Leistungen in Konkurrenz zur gesetzlichen Absicherung gegen Krankheitskosten tritt. Erfahrungsgemäß nutzen private Krankenversicherungen die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, um für einen Wechsel in die private Krankenversicherung zu werben.

Beitragsbemessungsgrenze im Unterschied zur Versicherungspflichtgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze 2012 ist geringer als die Versicherungspflichtgrenze 2012, somit sind auch Arbeitnehmer mit einem Einkommen, dessen Höhe zwischen der Beitragsbemessungsgrenze und der Versicherungspflichtgrenze liegt, versicherungspflichtig. Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze 2012 führt insgesamt zu einer Erhöhung der Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen, obgleich sie nur wenige Arbeitnehmer betrifft. Einen höheren Beitrag für die Krankenkasse zahlen nur gesetzlich versicherte Beschäftigte, deren Einkommen die bisherige Bemessungsgrenze übersteigt, die mit Abstand meisten Beschäftigten sind somit von den neuen Grenzbeträgen nicht betroffen.



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