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Berlin: Trotz Pannenserie beim BER – Jeder zweite Berliner will Wowereit

Trotz der Pannenserie mit dem Hauptstadtflughafen BER will nahezu jeder zweite Berliner an dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit festhalten. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte in der Zeit zwischen dem 8. und 9. Januar insgesamt 502 Berliner Bürgerinnen und Bürger und ermittelte daraus eine repräsentative Umfrage.

Nur 10 Prozent wünschen sich eine andere Koalition

Demnach wünschen sich 52 Prozent der Berliner einer Fortsetzung der Koalition aus CDU und SPD. Lediglich 10 Prozent möchten eine andere Koalition. Allerdings sprechen sich 30 Prozent für Neuwahlen aus. Insbesondere die Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen wünschen sich weiterhin eine große Koalition in Berlin. Bei den CDU-Anhängern wünschen sich 63 Prozent eine Fortführung der Großen Koalition, bei den SPD-Anhängern sind es mit 64 Prozent nur geringfügig mehr.

Trotz der Zustimmung für die Große Koalition in Berlin, sehen 57 Prozent der Berliner Bürgerinnen und Bürger den Regierenden Bürgermeister Wowereit in großer Mitverantwortung bezüglich der erneuten Verschiebung der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER. Mit 49 Prozent der SPD-Anhänger sieht dies nahezu die Hälfte so.

CDU hält zu Wowereit

Die CDU wird sich in dem von den Grünen und der Piratenfraktion eingereichten Misstrauensantrag gegen Wowereit zu der großen Koalition und damit auch zu dem Regierenden Bürgermeister bekennen. Dies gilt jedoch offenbar nicht aus Überzeugung, sondern aus eigenem Machtkalkül. Im Gegensatz zur CDU fordern deren Wähler zu 63 Prozent den Rücktritt von Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister.

31 Prozent der CDU-Anhänger wünschen sich Neuwahlen. Allerdings glaubt auch nahezu jeder zweite CDU-Anhänger, dass eine von der CDU geführte Regierung nichts verbessern würde. Zudem befürchtet die CDU offenbar, dass es im Falle von Neuwahlen zu einer Koalition aus SPD, Grünen und den Linken kommen könnte.

Klaus Wowereit: Kämpferische Rede gehalten

Derweil hielt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit am Donnerstag eine kämpferische Rede im Berliner Abgeordnetenhaus. Insbesondere sprach er davon, dass es oftmals schwieriger sei, bei Problemen nicht zurückzutreten, sondern diesen offen zu begegnen. Über den Misstrauensantrag der Grünen und der Piratenpartei wird am Samstag im Berliner Abgeordnetenhaus entschieden.

Rücktritt als BER-Aufsichtsratschef

Es gilt als nahezu sicher, dass Wowereit das Vertrauen ausgesprochen wird. Als Grund für den Misstrauensantrag wird die abermalige Verschiebungen der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER genannt. Wowereit war in den letzten Tagen bereits als Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens zurückgetreten. Ein Rücktritt als Regierender Bürgermeister lehnt er jedoch weiterhin ab.

Derweil gibt es erste Experten, die mit einer Eröffnung des Flughafens nicht vor dem Jahr 2017 rechnen. Andere Experten sehen derweil die Eröffnung im nächsten Jahr als durchaus realistisch an. Ob der Flughafen im nächsten Jahr eröffnet wird, dürfte nicht zuletzt von den noch ausstehenden Baugutachten abhängen.



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