Konjunktur

BIP Deutschland im 4. Quartal leicht gesunken

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Deutschland im vierten Quartal 2011 leicht gesunken, wie das Statistische Bundesamt nun in einer Pressemeldung bekanntgab. Demnach sank die Gesamtwirtschaftsleistung, preis-, saison- und kalenderbereinigt, im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 0,2 %. Für das Gesamtjahr 2011 konnte das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum von insgesamt 3,0 % ermitteln, im Vergleich zum vierten Quartal 2010 stieg die Leistung im vierten Quartal 2011 um 1,5 %. Genauere Ergebnisse ihrer statistischen Erhebung wird das Statistische Bundesamt am 24. Februar präsentieren.

BIP 2011 besser als BIP 2010

Trotz des leichten Rückganges im vierten Quartal 2011 lag die Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2010 auf allen Ebenen höher. Entgegen dem Trend im vierten Quartal steigen die Bauinvestitionen im Vergleich zum Vorquartal. Einen deutlichen Dämpfer habe die deutsche Wirtschaft durch sinkende Einnahmen im Außenhandel hinnehmen müssen, hier wirkt sich die Staatsschuldenkrise in Europa aus. Auch das Konsumverhalten der deutschen Bevölkerung sei leicht rückläufig gewesen, trotz des Weihnachtsgeschäftes.

Mehr Beschäftigung als im Vorjahr

Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, wurden 41,6 Millionen Erwerbstätige ermittelt, dies ist eine Steigerung von 560.000 Personen im Vergleich zu 2011 (oder eine Steigerung um 1,4 %). Konnten im dritten Quartal 2011 noch eine Wirtschaftsleistung von 657,85 Milliarden Euro registriert werden, lag dieser Wert im vierten Quartal bei 656 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2011 konnte die Wirtschaftsleistung mit 2.570,8 Milliarden Euro beziffert werden, 2010 lag dieser Wert noch bei 2.476,8 Milliarden Euro.

Was ist eigentlich BIP?

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Kennwert, der sich aus dem Geldwert aller Güter und Dienstleistungen ergibt, die in einem Staat innerhalb eines Jahres produziert werden. Dabei wird der private, wie der staatliche Konsum genauso einbezogen, wie die Summe aller Investitionen und der Exportüberschuss. Schwarzarbeit, ehrenamtliche Arbeit oder Hausarbeit fließen nicht in das BIP ein, daher bemängeln Kritiker, dass das BIP keine wirkliche Aussagekraft habe. Andere Indizes, wie Gini-Index, Human Development Index etc, versuchen auch andere Faktoren, wie sozialen Frieden oder die Verteilung des Reichtums zu berücksichtigen. Doch der leichte Rückgang des BIP in Deutschland im vierten Quartal könnte ein Indiz dafür sein, dass das Wirtschaftswachstum auch in Deutschland 2012 abnehmen wird.

 



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