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BlackBerry Hersteller RIM in Bedrängnis

Der Hersteller des so genannten Blackberry, das kanadische Unternehmen RIM (Research in Motion), gerät immer weiter in Bedrängnis, es werden immer weniger BlackBerry abgesetzt und neue Produkte, wie das BlackBerry Playbook, lassen sich kaum an den Mann bringen. Somit musste RIM für das erste Quartal einen Verlust 125 Millionen Dollar bekannt geben, im Vorjahr lag das Ergebnis des ersten Quartals bei einem satten Plus von 934 Millionen Dollar.

Der Konzern soll rigide umgebaut werden, ferner will RIM sich auf die Kerngeschäfte mit Geschäftskunden konzentrieren.  Nach Bekanntgabe des Quartalsergebnisse, die die Erwartungen der Analysten noch unterbot, fiel die Aktie von RIM um neun Prozent. Im Verlauf des gesamten letzten Jahres ließ die Aktie von RIM gar um 80 % nach.

Android und iPhone, statt BlackBerry

Einst galt das BlackBerry als Pionier unter den Smartphones, insbesondere der e-Mail-Dienst stach hervor. Hiervon waren vor allem Geschäftskunden überzeugt, die im großen und Ganzen BlackBerry Nutzer waren. Doch aufgrund der zunehmenden Popularität von Android-Smartphones und Apple´s iPhone gingen die Absatzzahlen von RIM dramatisch zurück, zumal auch andere Hersteller so genannte Push-Dienste entwickelten.

Das besondere an BlackBerry-Pushdiensten sind die so genannten BlackBerry Enterprise Server; Kunden können auf das Netzwerk ihres Unternehmens zurückgreifen, e-Mails kommen schnell und zuverlässig an und die Datenmenge der Mails ist durch Komprimierung sehr klein. 1999 erschien das erste BlackBerry, das BlackBerry 950, auf dem Markt. Die Firma RIM wurde 1984 gegründet.

Abstieg der Brombeere

Im ersten Quartal 2011 setzte RIM insgesamt 11,1 Millionen BlackBerry-Geräte ab, rund 21 % weniger als zum Vorjahr. Das BlackBerry Playbook wurde rund 500.000 mal abgesetzt und dürfte gerade die Verlustzone verlassen haben.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete RIM einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar, das Jahr davor lag der Gewinn noch bei 3,4 Milliarden Dollar. Nun zeichnet sich weiterhin ein Trend nach unten ab, das iPhone und Android-Smartphones laufen dem BlackBerry den Rang ab, auch unter Geschäftskunden.

Nun will CEO Thorsten Heins die Geschäftsfelder von RIM fokussieren. Man müsse nicht jedermanns Darling bleiben, so Heins. Der Versuch, BlackBerry als Massenprodukt zu etablieren, kann getrost als gescheitert gelten, RIM wird sich auf die Geschäftskunden konzentrieren. Ob der überaus beliebte BlackBerry Messenger (vor allem in Großbritannien) hiervon betroffen ist, bleibt bislang unklar.

Ob der BlackBerry Hersteller RIM aus der Bedrängnis heraus den Umschwung schaffen kann bleibt abzuwarten.



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