Newsticker

BMW: Streit um Leiharbeiter im Werk Leipzig

BMW streitet sich mit seinem Betriebsrat derzeit um das Thema Leiharbeit. Betroffen ist das BMW-Werk Leipzig. Das Leipziger Arbeitsgericht entschied jetzt, dass der Autobauer nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen habe. Das Urteil betrifft 33 von insgesamt 1100 Leiharbeitern.

Betriebsrat: Stammpersonal erhöhen

Grund für den Streit zwischen BMW und seinem Betriebsrat ist die Weigerung des Betriebsrates die 1100 Zeitarbeiter weiter zu beschäftigen beziehungsweise neue einzustellen. Der Betriebsrat möchte jedoch stattdessen die Anzahl der unbefristeten Vollzeitarbeitsplätze erhöhen. Im Leipziger Werk arbeiten neben den 1100 Leiharbeitern derzeit rund 2800 Beschäftigte als Stammpersonal. Die Unternehmensleitung argumentiert hinsichtlich der Leiharbeiterregelung mit der dringend benötigten Flexibilität. Das Leipziger Arbeitsgericht muss sich nun noch in weiteren Verfahren mit BMW beschäftigen.

Grundsatzentscheidung zur Leiharbeit blieb aus

Bemerkenswert ist indes die Entscheidung des Arbeitsgerichtes keine grundsätzliche Entscheidung hinsichtlich der zeitlichen Befristung für den Einsatz von Zeitarbeitern getroffen zu haben. Beide Seiten hatten auf eine derartige Entscheidung gehofft, da diese einer Seite entweder Recht oder Unrecht gegeben hätte. Stattdessen sieht das Gesetz die „vorübergehende Beschäftigung“ von Leiharbeitern vor. Was genau mit „vorübergehend“ gemeint ist, welcher zeitliche Rahmen damit also abgesteckt wird, ließ der Gesetzgeber indes offen. In Leipzig werden Modelle der BMW 1-er Reihe und des Geländewagens X12 gebaut. Ab 2013 soll zudem die Elektroautofertigung in Leipzig starten.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.