Wirtschaft

Börse: Dax auf Rekordhoch

Während in anderen Teilen der Welt die Wirtschaft zusammenbricht, feiert der Deutsche Aktienindex (DAX) ein Allzeithoch. Grund für den Rekordpunktestand ist eine Personalentscheidung in den USA. Zudem hat auch die Hoffnung auf eine andere Geldpolitik der US-Notenbank Fed den DAX beflügelt.

Am Montagmorgen stieg der Leitindex auf 8610 Punkte. Dies stellt einen konnte Zuwachs von 1,2 Prozent dar. Damit übertraf der Aktienindex noch den im Mai aufgestellten Rekord von 8557 Punkten. Insbesondere zwei Personalentscheidungen beflügelten den deutschen Leitindex zu Beginn der Woche.

Janet Yellen wird möglicherweise neue US-Notenbankchefin

So hat der ehemalige US-Finanzminister Lawrence Summer seine Kandidatur für die Nachfolge des derzeitigen US-Notenbankchefs Ben Bernanke zurückgezogen. Zudem gehen Experten davon aus, dass die derzeitige Vizechefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, Nachfolgerin des derzeitigen Notenbankchefs werden könnte. Yellen gilt als Verfechterin einer locker gehandhabten Geldmarktpolitik. Schließlich wurde der Deutsche Aktienindex durch die Diplomatie zwischen den USA und Russland in der Syrien-Krise beflügelt. So strebt insbesondere Frankreich bereits diese Woche eine neue Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat an. K+S gehört zu den großen Gewinnern am heutigen Tage im DAX. Die Aktie stieg um insgesamt 4,3 Prozent an.

Lufthansa-Aktie legte im DAX zu

Auch die Aktie der Lufthansa konnte an der Börse zulegen. Insgesamt verteuerten sich die Wertpapiere der Lufthansa um 5 Prozent. Grund hierfür dürfte eine Personalie sein. So wird der derzeitige Lufthansa-Chef Christoph Franz seinen im Mai nächsten Jahres auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Stattdessen soll Franz Nachfolger des derzeitigen Roche-Präsidenten Franz Humer werden. Auch die Aktie von Roche legte um 0,6 Prozent zu. Im Deutschen Aktienindex sind die 30 wichtigsten börsennotierten deutschen Unternehmen gelistet. Der Deutsche Aktienindex existiert in seiner jetzigen Form seit dem 1. Juli 1988.

Börse: Droht der nächste Crash?

Ob die Börsenrallye jedoch weiter anhält, dürfte nicht zuletzt auch von dem Ausgang der Bundestagswahl abhängen. Zudem gibt es weitere nicht kalkulierbare Risiken wie Umweltkatastrophen, Zusammenbrüche von Banken sowie die weiter instabile Situation in den Euro-Krisenstaaten. Aus diesem Grunde dürfte das derzeitige Allzeithoch für die Börsianer einen Erfolg darstellen, für zahlreiche Anleger bedeutet dies jedoch eher die trügerische Ruhe vor einem erneuten Börsencrash.

Insbesondere die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass nach einem Rekordhoch ein Börsencrash nicht weit entfernt ist. Zudem ist der Deutsche Aktienindex im Gegensatz zu anderen Aktienindizes nicht so aussagekräftig, wie es auf den ersten Blick scheint. So werden beim DAX sämtliche ausgeschütteten Dividenden mit in den Punktestand einbezogen. Durch dieses Verfahren steigt der Aktienindex nahezu von selbst. In Deutschland investieren rund 4,9 Millionen Anleger in Aktien. Betrachtet man diejenigen, die über Fonds indirekt an den Finanzmärkten investieren, so gibt es in Deutschland rund 9,4 Millionen Anleger.



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