Wirtschaft

Börse: Dax und TecDax wegen Syrien-Krise schwach

Die deutschen Börsen-Indizes Dax, TecDax und MDax geben auch am heutigen Mittwoch nach. Als Grund nennen Börsianer den steigenden Ölpreis sowie weitere Unsicherheiten im Syrien-Konflikt, die sich aufgrund der unnachgiebigen Haltungen der USA und Russlands möglicherweise noch zuspitzten. Aktuell gibt der Dax um 50 Punkte bzw. 0,6 Prozent auf 8.125 nach. Ebenso verliert der TecDax0,24 Prozent sowie der MDax einen knappen Prozentpunkt.

Nach dem gestrigen Feiertag an der New Yorker Börse wird die heutige Eröffnung mit Spannung erwartet. Die Entwicklung beim Dow Jones sowie dem Nasdaq werden auch für die deutsche Börse richtungsweisend sein.

Gewinner und Verlierer im DAX TecDax und MDax

Kali & Salz AG gewinnt, Lufthansa verliert deutlich

Im Dax kann die Kali&Salz AG ihre Vortagsgewinne ausbauen und liegen mit einem Kursgewinn von über zwei Prozent an der DAX-Spitze. Dagegen geben die Aktien der Lufthanse erneut nach und notieren mit 4,5 Prozent am Dax-Ende. Analysten nennen hierfür die negativen Zahlen des Billigfliegers Ryanair sowie die anhaltend steigenden Ölpreise im Zuge der Syrien-Krise als Gründe.

Wirecard profitiert von Buy-Rating, Gewinnmitnahmen bei Xing

Im TecDax ist die Wirecard Aktie erneuter Überflieger und setzt sich mit einem Kursgewinn von gut drei Prozent auf 25 Euro an die Indesspitze. Goldman Sachs hatte zuvor die Wirecard AG auf die „conviction buy list“ gesetzt und mit dem Votum „Buy“ und einem angehobenen Kursziel von 38 Euro zum Kauf empfohlen. Goldman Sachs rechnet mit einem weit deutlicheren Wachstum im Bereich der mobilen Zahlungsabwicklung und sieht die Wirecard AG besonders gut aufgestellt.

Die in den vergangenen Tagen deutlich gstiegenen Xing-Aktien verlieren heute als schwächster Wert im TecDax knapp 3,5 Prozent. Analysten führen die Verluste auf Gewinnmitnahmen zurück.

ProSiebenSat1 unter Druck

Im MDax verlieren die Aktien der ProSiebenSat1 knapp 5 Prozent und sind damit schwächster Wert. Belastend wirkt sich der weitere Verkauf von Anteilen zweier Finanzinvestoren. Insgesamt veräußerten KKR und Permira 25 Millionen Aktien an institutionelle Anleger.

Positive Impulse aus der EU und China

Der Wirtschaftswachstum in den 28 EU-Staaten ist einer genaueren Berechnung nach etwas stärker gestiegen als ursprünglich bekanntgegeben. So sei die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts in der EU im ersten Quartal 2013 von 0,3 auf 0,4 Prozent korrigiert worden. Positive Wirtschaftsdaten zum Dienstleistungsgewerbe in China können der Börse im Verlauf des Tages zusätzliche Fantasie verleihen.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.