Newsticker

Bundesbürger immer arbeitsamer

Deutschlands Arbeitnehmer arbeiten immer mehr. Im ersten Quartal 2012 kamen so insgesamt 15 Milliarden Arbeitsstunden zusammen. Zuletzt arbeiteten die Deutschen zu Zeiten der Wiedervereinigung so viele Stunden. Verglichen mit dem Vorjahresquartal stieg die Anzahl der Arbeitsstunden um 2,3 Prozent. Dies teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.

IAB: Zahl der Arbeitsplätze angestiegen

Wie ein IAB-Sprecher mitteilt, lag die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lediglich zur Zeit der Wiedervereinigung höher. Wie die Arbeitsmarktforscher Ines Zapf und Eugen Spitznagel mitteilen, beruht die Zunahme der geleisteten Arbeitsstunden vor allem auf einer erhöhten Beschäftigungszahl.

So sei im ersten Quartal 2012 die Zahl der Arbeitsplätze um 1,5 Prozent auf 41,143 Millionen angestiegen. Durch diesen Effekt seien auch die Bruttoarbeitsstunden, bezogen auf alle Arbeitnehmer angestiegen, so die Arbeitsmarktforscher.

IAB: Jeder Arbeitnehmer hat durchschnittlich mehr gearbeitet als im letzten Jahr

Hinzu komme, dass jeder Bundesbürger durchschnittlich einige Stunden mehr gearbeitet habe, als im letzten Jahr, so die Forscher. Auch an Feiertagen und an Wochenenden wurde demnach vermehrt gearbeitet. Bezogen auf die Wochenarbeitszeit von zurzeit durchschnittlich 37,96 Stunden habe sich der Wert jedoch kaum geändert, so die Arbeitsmarktforscher weiter. In einigen Wirtschaftsbereichen sei die Zahl der Überstunden jedoch wieder leicht rückläufig. Dies könne als Indikator für eine sich abschwächende Wirtschaft gewertet werden, so einige Experten. Auch die Wissenschaftler sehen in diesen Indikatoren erste Anzeichen für eine langsam wachsende Wirtschaft.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.