Gesellschaft

Burnout-Syndrom: Pflegepersonal besonders betroffen

Das Thema Burn-Out taucht seit einigen Jahren vermehrt in der Berichterstattung auf und bereitet inzwischen auch Experten zunehmend Sorgen. Angaben der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde) zufolge sind es gerade pflegende Berufe, in denen das Risiko für die psychische Erschöpfung besonders groß ist, allein bei jungen Ärzten zeigen drei Viertel Anzeichen für akute Arbeitsüberlastung.

Pflegeberufe besonderen Belastungen ausgesetzt

Eigentlich sind medizinische und pflegende Berufe durch die Hilfe für andere Menschen gekennzeichnet. Wie die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde jetzt mitteilt, sind die Arbeitnehmer in diesen Berufen aber erheblichen Belastungen ausgesetzt, welche in psychische Probleme, wie den Burn-Out, münden können. Vor allem die Konzentration damit in Verbindung stehender Krankheitsbilder bei Berufseinsteigern bemängelt die DGPPN.

Warum sind aber gerade Ärzte, Pflegepersonal und Betreuer im sozialen Bereich besonders stark von der psychischen Erschöpfung betroffen? In den Augen vieler Experten ist es eine Kombination aus Verantwortung, dem Selbstbild des Berufs, dem Arbeitspensum und der emotionalen Anspannung, welche zu Problemen wie dem Burn-Out, Depressionen usw. führen.

Belastungen steigen immer weiter

Aus Sicht der Experten ist die aktuelle Entwicklung aber wahrscheinlich noch nicht die Spitze des Eisbergs. Aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen aus wachsenden Qualitätsansprüchen, höheren Patientenzahlen pro Arbeitnehmer und dem daraus resultierenden Arbeitspensum ist anzunehmen, dass die Probleme auch in den kommenden Jahren zunehmen werden.

So ist die Zahl der Überstunden, die in einigen Bereich der Pflege auflaufen, überproportional hoch und kann bis in den dreistelligen Bereich reichen. Wie lassen sich die Herausforderungen aber lösen? Um die Probleme langfristig in den Griff zu bekommen, werden alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen, vor allem gefragt sind aber die Arbeitgeber und auch der Gesetzgeber, um den Kostendruck zu verringern.



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