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Cannabis in Kalifornien: Legal und Illegal

Seit 1996 ist Cannabis im US-Bundesstaat Kalifornien für den medizinischen Gebrauch legalisiert, doch auf Bundesebene bleibt Cannabis weiterhin illegal. Dies führt zu einer schizophrenen Situation, während die kalifornische Polizei die so genannten Medical Cannabis Dispensaries (also die Verkaufsläden) weitestgehend in Ruhe lässt, führen Bundesbehörden (wie DEA, ATF und FBI) regelmäßig Razzien durch und schließen diese. Im Grunde kann jeder Kalifornier ab 21 zum Arzt und sich Cannabis verschreiben lassen, zum Teil unter fadenscheinigem Vorwand. In insgesamt 16 Bundesstaaten der USA wird Cannabis als Medizin zugelassen. Doch nun haben Bundesstaatsanwälte angekündigt, dem Treiben der Dispensaries ein Ende zu bereiten.

Am Freitag warnten die Bundesbeamten die Betreiber der Dispensaries, diese sollten entweder ihre Geschäfte schliessen, oder aber mit einem Verfahren wegen Drogenhandels rechnen. Auch Farmer, die medizinischen Hanf für die Dispensaries anbauen, wurden gewarnt. Die Bundesstaatsanwälte wollen den gesamten Handel unterbinden und kündigten massive Razzien an. Dabei wollten sie nicht den medizinischen Gebrauch bekämpfen, sondern die ausufernde Form und den Versand von Cannabis in andere Bundesstaaten.

Befürworter der Legalisierung warnen indes, dass eine verschärfte Verfolgung nicht zu einer Minderung des Konsums führen würde, sondern die Käufer lediglich in den Schwarzmarkt abtreiben würde. Cannabis in Kalifornien bleibt eine schizophrene Geschichte, manche Dispensaries bieten zeitgleich Fastfood für ihre Kunden an, oder lassen direkt vor Ort konsumieren. Auf der anderen Seite wurde eine Volksabstimmung zur Legalisierung von Cannabis auch für den nicht-medizinischen Gebrauch (Proposition 19) im vergangenen November mit 54 % der abgegebenen Stimmen abgelehnt.

 



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