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CDU: Ex-Schauspieler Charles M. Huber überwirft sich mit Kreisverband

Der frühere Schauspieler Charles M. Huber hat sich mit seinem CDU-Kreisverband Darmstadt überworfen. Gerade erst ist er im hessischen Wahlkreis 186 (Darmstadt) in den Bundestag gewählt worden. Bekannt wurde Charles M. Huber durch die ZDF-Krimiserie “Der Alte“.

„Unterschiedliche Auffassungen der Wahlkreisarbeit“

Währen er als Schauspieler jahrelang Konstanz bewies, scheint sich das Ende als CDU-Bundestagsabgeordneter und damit das Ende der politischen Karriere nach nur einer Legislaturperiode abzuzeichnen. Der CDU-Kreisvorsitzender von Darmstadt Ctirad Kotoucek sagte zum Verhältnis zu Huber, “dass es grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen über die Wahlkreisarbeit geben würde.“ Der CDU-Kreisverband Darmstadt kritisiert, dass der Bundestagsabgeordnete Huber zu selten im Wahlkreis sichtbar sei und zu selten erreichbar sei. Huber hält sich derzeit mit dem Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Senegal auf.

Charles M. Huber reagiert verschnupft

In einem ersten Statement reagierte er verschnupft. Wörtlich sagte Huber: “Das ist ein ungeeigneter Kreisvorsitzender. Ich frage mich, ob er weiß, wovon er redet.“ Weiter sagte Huber, dass “bei der CDU in Darmstadt Leute an einem Platz seien, wo sie nicht hingehören.“ Zudem forderte der ehemalige Schauspieler “diese Leute“ zum Rücktritt auf. Den Vorwurf, dass er vor Ort nicht präsent sei wies er zurück. Stattdessen betrachtet sich der frühere Schauspieler bei der Umwandlung seiner politischen Vorhaben durch die örtliche CDU als ausgebremst. So sieht er insbesondere bei dem Vorhaben ehemalige US-Militärflächen umzuwandeln eine Blockade durch die Darmstädter CDU.

Auch SPD war schon politische Heimat

Der frühere Schauspieler Charles M. Huber war bereits Mitglied der SPD und wechselte dann in die CSU und schließlich zur CDU. Völlig überraschend wurde er im vergangenen Jahr für den Bundestag nominiert. Über die Landesliste kam er nahezu als einer der letzten in den Bundestag. Als Direktkandidat verlor er im Wahlkreis 186 gegen die ehemalige Justizministerin Brigitte Zypries (SPD). Der CDU-Kreisvorsitzender Kotoucek weist indes sämtliche Vorwürfe von Huber zurück, dass die CDU in Darmstadt den Bundestagsabgeordneten nicht “bestmöglich unterstützt“ habe. Die CDU in Darmstadt indes wird sich nun offiziell von Bundestagsabgeordneten in benachbarten Wahlkreisen vertreten lassen.

Huber will Bundestagsmandat behalten

Huber selbst will jedoch in der CDU bleiben und auch vor Ort im Wahlkreis aktiv sein. Er begründet dies mit dem Wählerauftrag und betont, dass er nicht “wegen eines kleinen Parteifunktionärs“ austreten werde. Dennoch dürfte die politische Karriere für Charles M. Huber nach der laufenden Wahlperiode beendet sein. Nach der nächsten Bundestagswahl würde Huber zur beruflichen Wiedereingliederung einige Monate noch seine Bundestagsdiäten als Eingliederungshilfe weiter erhalten und müsste sich dann nach einem neuen Job umsehen. Zudem greift nach einer Bundestagszugehörigkeit von vier Jahren nicht die reguläre Pensionsregelung für Bundestagsabgeordnete. Das bedeutet, dass die vierjähriger Bundestagszugehörigkeit lediglich bei der Rente als entsprechende Rentenpunkte berechnet werden.



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