Konjunktur

China: Importe und Exporte erstmals seit zwei Jahren gefallen

Die Wirtschaft in China hat erstmals seit zwei Jahren einen Fall im Export und im Import hinnehmen müssen, demnach sind die Exporte im Januar 2012 um 0,5 % gefallen (im Vergleich zum Januar 2011), die Importe sanken gar um 15,3 % zum Vorjahreswert. Damit erwirtschaftet die chinesische Wirtschaft ein Außenhandelsplus von 27,3 Milliarden Dollar (ca. 20,7 Milliarden Euro), ein Höchstwert der vergangenen sechs Monate. Der Fall des Exports und des Imports beflügelt die Sorgen von Analysten, dass die Wirtschaftskrise im Zuge der Staatsverschuldungen in Europa auch China, dem globalen Wirtschaftsmotor, erreicht haben könnte. Auf der anderen Seite ist der starke Fall des Imports nach China auch der chinesischen Politik der Stärkung der Binnennachfrage geschuldet, mit dieser Politik versucht China die eigene Wirtschaft unabhängiger vom Außenhandel zu machen.

Wirtschaftswachstum in China verlangsamt ?

Neben den Effekten des chinesischen Neujahrbeginns (in diesem Jahr vom 23. Januar bis zum 9. Februar), führen Beobachter den Rückgang in der chinesischen Wirtschaft auf die abnehmende Nachfrage im Ausland zurück, ein Indiz für eine mögliche weltweite Rezession. Bislang konnte die chinesische Wirtschaft den bisherigen Krisen relativ unbeschadet trotzen. Ein Abflachen der chinesischen Wirtschaft hätte auch global Auswirkungen, auf für die exportorientierte deutsche Wirtschaft.

Risiken für die Weltwirtschaft ?

Der Exportsektor hat in den vergangenen Jahren das Wirtschaftswachstum in China maßgeblich gestützt. Doch die sinkende Nachfrage aus den USA und der EU-Region, den Hauptabsatzmärkten für chinesische Güter, hat nun auch Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft. In den USA führt die hohe Arbeitslosigkeit, in Europa hingegen die Staatsverschuldungskrise, zu einer Abnahme der Nachfrage chinesischer Güter. Der gegenseitige Handel zwischen Europa und China sank im Januar um sieben Prozent. Schon im vergangenen Jahr versuchte die Regierung in Bejing dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, so sollte die Binnennachfrage gestärkt werden. So wurden beispielsweise in einigen Branchen Mindestlöhne (von ca. 70 Euro pro Monat) eingeführt, daneben wurden große Investitionen aus öffentlicher Hand in Auftrag gegeben. Analysten hatten für die EU-Region eine Rezession um 0,2 % für das Jahr 2012 vorrausgesagt, dies hat eine sinkende Nachfrage nach Gütern aus China zur Folge, was wiederum die gesamte Weltwirtschaft beeinflussen könnte. Die Inflation in China, die im Januar mit 4,5 % angegeben wurde, könnte die Wirtschaft erneut treffen, wiewohl andere Staaten, allen voran die USA, seit Jahren bemängeln, dass die chinesische Währung künstlich abgewertet gehalten wird. Um die Folgen genauer einschätzen zu können, fordern viele Stimmen nun Geduld, man müsse erst die Daten aus Februar abwarten, um genauer abschätzen zu können, wie sich die Wirtschaft in China entwickeln wird. Nun schauen viele Analysten gebangt nach China, die Frage ist, wie sich Import und Export in China entwickeln werden.

 



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