Wissenschaft

China Mondlandung: Yutu – Der Jadehase kann loslegen

China hat mit Yutu (Jadehase) seine erste erfolgreiche Mondlandung gefeiert. Der chinesische Mond-Rover ist seit 1976 das erste vom Menschen gefertigte Gerät, das die Mondoberfläche erreicht. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur in Peking bestätigte die erfolgreiche Mondlandung. Nach den USA und der früheren Sowjetunion ist China das dritte Land, dem eine Mondlandung geglückt ist.

Yutu: Mondfee als Namenspatron

Der goldene Mond-Rover mit Solarflügeln und sechs Rädern kann Steigungen von bis zu 30 Prozent bewältigen. Knapp drei Monate soll das Mondgefährt über die Oberfläche fahren und nach Bodenschätzen Ausschau halten. Die Raumsonde Chang’e3 setzte pünktlich gegen 14:11 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem Mond auf. Als Landeplatz wurde die „Bucht der Regenbogen“ gewählt. Nachdem die Landung erfolgreich war, brach im Kontrollzentrum in Peking frenetischer Jubel aus.

Kurz danach klappten die Solarsegel aus und lediglich acht Minuten nach der Landung sendete das Mondfahrzeug erste Fotos. Für China sei die Landung ein „großer Schritt in der Erforschung des Weltraums, so die staatliche Nachrichtenagentur. Die Raumsonde wurde nach der chinesischen Mondfee benannt. Aus diesem Grunde bedeutet die deutsche Bedeutung für Yutu auch Jadehase. Nach der Legende nach sitzt die Mondfee mit einem weißen Hasen auf dem Erdtrabanten.

Bis 2017 soll Mondmission Bodenproben zur Erde zurückbringen

Das Fahrzeug ist insgesamt 140 Kilogramm schwer und besitzt sechs Räder. Es soll insgesamt drei Monate lang mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Metern pro Stunde über den Mond fahren. Das Gerät soll jedoch nicht wieder zur Erde zurückfliegen. Bis zum Jahr 2017 will China jedoch auch eine Mondmission entwickeln, die Bodenproben zur Erde bringen soll. Die Mondlandung gilt, verglichen mit bisherigen Missionen, als schwierigste unbemannte Missionen Chinas. Nahezu die gesamte verwendete Technologie des Mond-Rovers ist erstmals eingesetzt worden. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist.

ESA an chinesicher Mission indirekt beteiligt

Auch die europäische Raumfahrtbehörde ESA ist indirekt an der Mission beteiligt. Die ESA unterstützt die Kommunikation über die Bodenstation in Französisch Guyana. Zudem liefert die europäische Raumfahrtbehörde für die Chinesen Positionsbestimmungen von Spanien aus sowie von Australien aus. Auch das Kontrollzentrum in Darmstadt ist in die Mission involviert.

China ist seit 1976 die erste Raumfahrtnation, die den Mond besucht. Zuletzt landete eine sowjetische Raumsonde im Jahr 1976 auf dem Erdtrabanten. China will bis zum Jahr 2020 auf dem Mond eine eigene Raumstation planen. Langfristiges Ziel ist es offenbar, Bodenschätze auf dem Mond abbauen zu können. Aktuell sollte die Mondmission unter anderem die technische Fähigkeit Chinas demonstrieren.



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