Wissenschaft

China: Mondmission erfolgreich gestartet

China hat sein Mondfahrzeug mit dem Namen Yutu (Jadehase, so heißt das Mondfahrzeug auf Deutsch) auf den Weg zum Mond gebracht. Am Sonntag startete die Rakete vom Typ „Langer Marsch 3B“. Die Rakete hob vom chinesischen Raumfahrtbahnhof Xichang ab.

Bereits wenige Minuten nach dem Start trennten sich die Raketenstufen planmäßig ab und Yutu begab sich auf seine Reise zum Mond. Das Staatsfernsehen gab knapp 30 Minuten nach dem Start die Erfolgsmeldung bekannt.

Name des Mondfahrzeugs durch Online-Befragung ermittelt

Die Landung soll am 14. Dezember in der Mondregion Sinus Iridum, was Bucht der Regenbogen bedeutet, erfolgen. Pro Stunde kann das Mondfahrzeug dabei rund 200 Meter auf der Mondoberfläche zurücklegen. Das Gefährt besitzt sechs Räder und wiegt 140 Kilogramm. Rund drei Monate soll Yutu auf dem Mond umherfahren.

Das Mondgefährt besitzt für die Energieversorgung zwei Solarflügel. Insgesamt soll das Mondgefährt sogar Steigungen von bis zu 30 Prozent bewältigen können. Der Name des Mondgefährtes wurde im Rahmen einer Befragung im Internet von rund 3,4 Millionen Menschen gewählt.

ESA unterstützt China bei Positionsbestimmung von Yutu

Eines der Missionsziele ist es, zu erkunden, ob der Mond abbaubare Rohstoffe besitzt. Das Mondfahrzeug wird insgesamt von zwei Kommandostationen von der Erde aus gesteuert. Die eine liegt im Westen Chinas (Kashi) die andere im Nordosten (Jiamusi). Die europäische Raumfahrtbehörde ESA unterstützt die chinesische Mission, indem sie über Antennen in Ceberos (Spanien) sowie in New Norcia (Australien) Messungen vornimmt, die es ermöglichen, eine genaue Positionsbestimmung des Mondfahrzeugs durchzuführen.

Bis zum Jahr 2017 plant China offenbar auch ein Mondlandefahrzeug, dass wieder mit Gesteinsproben zur Erde zurückkehrt. Sollte die Mondlandung erfolgreich verlaufen, wäre China nach der ehemaligen UdSSR und den USA das dritte Land, das erfolgreich eine Mondmission unternommen hat. China plant zukünftig auch weitere bemannte Raumflüge.

Chinas ehrgeizige Raumfahrtpläne

Bis zum Jahr 2020 will China offenbar auch eine eigene Raumstation im All installieren. Auch will sich China offenbar unabhängig von der GPS-Satellitennavigation machen und ein eigenes Navigationssystem im All installieren. China will offenbar langfristig auf dem Weg zur Wirtschaftsnation Nummer eins den Mond als gigantisches Rohstoffreservoir für seine Wirtschaft ausbeuten. Anders lassen sich die Pläne Chinas und das große Interesse an dem Mond jedenfalls nicht erklären.

Sollte sich diese These als wahr herausstellen, könnte bereits bald der Mond wieder im Fokus des „Forschungsinteresses“ der führenden Weltraumnationen sein. Letztlich gilt es dann, seitens er Weltraumnationen den eigenen Clam auf dem Mond mit der entsprechenden Nationalflagge zu markieren. Ob damit dem extraterrestrischen Kolonialismus und damit einer neuen Form des Imperialismus des 21. Jahrhunderts Tür und Tor geöffnet wird, dürfte bereits bald feststehen.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.