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Commerzbank: Gerichtsprozess um Banker-Boni verloren

Die Commerzbank hat einen Gerichtsprozess verloren, indem es um Bonuszahlungen an Investmentbanker geht. Das Gericht in London verurteilte die Bank dazu, 52 Millionen Euro an Investmentbanker als Prämien nachzuzahlen. Grundlage der Klage war die Einlassung von 104 ehemaligen Dresdner Kleinwort-Beschäftigten. Diese hatten für die Auszahlung der Bonuszahlungen plädiert und deshalb Klage eingereicht.

Stefan Jentzsch: Bonuszahlungen von 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt

Grundlage des Klagerfolges war die Tatsache, dass der damalige Dresdner-Kleinwort-Chef Stefan Jentzsch den Mitarbeitern Bonuszahlungen von 400 Millionen Euro in Aussicht stellte. Allerdings gab es eine Klausel in der schriftlichen Vereinbarung, die besagt, dass es der Commerzbank erlaubt, sei die Bonuszahlungen zu kürzen, wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern würde. Durch die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 war genau dieser Fall eingetreten. Die Bonuszahlungen wurden um insgesamt 90 Prozent gekürzt.

Investmentbanker: Boni als Halteprämie betrachten

Das Gericht folgte dabei der Argumentation der Banker. Diese hatten dargelegt, dass die Bonuszahlungen vielmehr als „Halteprämie“ für den Verbleib im Unternehmen anzusehen sind und nicht zwangsläufig als Erfolgsprämie. Die Commerzbank überlegt indes, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Erst im Januar diesen Jahres hatte der britische Premierminister David Cameron die ausufernden Bonuszahlungen noch kritisiert. Die Debatte darüber dürfte nun insbesondere in der breiten Bevölkerung erneut heftig geführt werden. Die Banker indes erfreuen sich derweil  an dem erstrittenen Geld.



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