Konjunktur

Commerzbank: Nach Abstufung durch Moody’s auf lange Sicht geschwächt?

Nachdem die Ratingagentur Moody’s zehn Banken aus Österreich und Deutschland abgestuft hat, steigt die Angst auf den Börsen der Welt. Auch die Commerzbank ist von der Abstufung betroffen. Moody’s senkte die Bonität um eine Stufe ab. Begründet wurde die Abstufung seitens Moody’s mit den Risiken der überschuldeten Euro-Länder, aus dessen Sogwirkung sich auch die nun abgestuften Banken nicht entziehen könnten.

Commerzbank auf lange Sicht unter Aufsicht des Staates?

Neben der Commerzbank wurden auch die DZ Bank, die Dekabank und die Deutsche Hypothekenbank und die Landesbanken Baden-Württemberg, Nord LB sowie die Landesbank Hessen-Thüringen herabgestuft. Von den österreichischen Banken wurden die Raiffeisen Bank und die Unicredit Austria herabgestuft.

Für die Commerzbank kommt die Herabstufung zur Unzeit. Die Bank hängt seit geraumer Zeit am staatlichen Tropf und hatte erst jüngst versucht, sich hiervon wieder komplett zu befreien.

Ob dies nun, nach der Abstufung noch gelingt, bleibt zumindest vorerst fraglich, denn Kredite dürften nun für die Commerzbank teurer werden. Dadurch dürfte die Commerzbank auch zukünftig hinsichtlich ihres Aktienkurses kein Garant für einen Kaufkandidaten sein.

Griechenland-Wahl als wichtiger Tag für den Euro-Raum

Sollte sich die Krise im Euro-Raum weiter zuspitzen, könnte sich auch die Lage der Commerzbank weiter verschlechtern. Im schlimmsten Fall könnte die Bank unter verstärkte staatliche Kontrolle gelangen. Insbesondere das Ergebnis der Griechenland-Wahl am 17. Juni dürfte hierfür ein entscheidendes Kriterium darstellen.



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