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Commodore C64 und Amiga-Mini neu aufgelegt

Die einstigen Meilensteine in Sachen Heimcomputer werden neu aufgelegt, so soll eine neue Version des Klassikers C64 und ein Amiga Mini neu aufgelegt werden. Der Clou: bei retrospektiver Bauweise werden hochmoderne Komponenten verbaut.

In den späten Achtzigern und den frühen Neunzigern dominierte Commodore, später die Marke Amiga, den Markt für heimische Rechner, die Firma Commodore musste 1994 in die Insolvenz gehen. Noch immer basteln nostalgische Fans an den Ausgaben der damaligen Rechner, 2010 wurde Commodore USA gegründet, die Handelsnamen Amiga und Commodore wurden lizenziert.

Amiga Mini- Workstation fürs Wohnzimmer ?

Der neue Commodore Amiga Mini kommt mit beachtlichen Komponenten daher. Im Inneren des Mini-Gehäuses, komplett aus Aluminium,  werkelt entweder ein Intel-i3 2130 Prozessor mit 3,4 GHz, oder ein Quadcore Intel-I7 2700k Prozessor mit beachtlichen 3,5 GHz (bis zu 3,9 GHz im Turboboost). Als Hauptplatine wird ein Intel Z68 Express-Motherboard verwendet. Der Arbeitsspeicher kommt mit bis zu gewaltigen 16GB daher, verbaut werden DDR3 Speichereinheiten mit einer Geschwindigkeit von 1333MHz. Optional kann der Arbeitsspeicher auch geringer ausfallen (vier oder acht GB).

Als Speicherplatz bietet der neue Amiga entweder ein Terabyte HDD an, oder als SSD mit 300 GB oder 600 GB optional. Die SATA-Version der HDD-Festplatte soll 6 GB/s lesen können. Die Graphikkarte kommt aus dem Hause NVIDIA, eine GeForce GT 430 mit 1GB DDR3 ermöglicht alle gängigen Anwendungen, hochauflösende Spiele sind aber nicht drin.

Dafür kann das optische Laufwerk Blu-Ray lesen und wiedergeben und DVDs beschreiben. Auch an Anschlüssen spart Commodore USA nicht, sondern klotzt. Gleich drei USB 3.0 und nochmals drei 3 USB 2.0 Anschlüsse sind im Gehäuse integriert. Des Weiteren sind gängige Anschlüsse (HDMI, aber auch eSATA etc.) mit an Bord. Gleich zwei W-Lan Antennen garantieren einen guten Empfang in allen gängigen Standards. Als Betriebssystem ist ein so genanntes Commodore OS (eine Abwandlung von Linux) vorinstalliert, doch auf dem Commodore Amiga Mini können sowohl Apple OS als auch Windows installiert werden.

Die Preise liegen je nach Ausstattung zwischen 345 Dollar (Intel I3, vier GB RAM, ein TB HDD) bis zu 2990 Dollar (Intel I7, 16 GB RAM, 600 GB SSD). Vorerst kann man den Rechner nur in den USA bestellen.

Commodore C64x- außen alt, innen neu

Der neue Commodore C64x richtet sich streng an die erste Version des erfolgreichsten Heimrechners aller Zeiten, selbst die Tastatur soll klacken wie beim Original. Herzstück des neuen Commodore C64x ist ein Intel Dual Core D2700 Atom Prozessor mit 2.13GHz, als Motherboard wird ein Intel NM10 Express eingesetzt. Als Arbeitsspeicher dienen hier zwei Slots mit jeweils zwei GB, also insgesamt vier GB die mit 1033 MHz arbeiten.

Als Graphikkarte wird eine nVidia GeForce GT 520 verwendet, allerdings nur mit einem Arbeitsspeicher von 512 MB. In W-LAN kann der neue alte Klassiker ebenfalls funken, dazu kann man periphere Geräte mit Bluetooth 3.0 verknüpfen. Als Speicherplatz kann man optional HDD Festplatte von einem oder drei Terabyte aussuchen, oder gleich SSD Festplatten mit 300 bzw. 600 GB. Optional kann ein Blu-Ray Player ausgesucht werden, im Standard ist ein DVD-Brenner an der Seite eingebaut.

Auch die Anschlüsse können sich sehen lassen, neben einem HDMI-Ausgang sind zwei 3.0 USB-Slots und vier 2.0 USB-Slots integriert, dazu wird ein Mehrkartenleser eingebaut. Die Preise für den neuen Commodore C64x bewegen sich zwischen 345 Dollar und 2290 Dollar (mit 600 GB SSD, Blu Ray etc.). Auch beim C64x ist Commodore OS vorinstalliert. Für Nostalgiker ist gar das alte Eingabefenster in Basic mitgegeben.

Commodore OS- ein Linux-Ableger

Commodore OS ist Lizenzfrei und kann auch abseits der neuen Produkte heruntergeladen werden. Vorinstalliert sind Chat und Mail-Programme, ein Photo-Viewer, eine Office-Anwendung (LibreOffice), Mozilla Firefox und Chromium (Ableger des Google Chrome) und ein Media-Player (XMBC).

Ob Commodore USA mit dem neuen Commodore Amiga Mini und dem Commodore C64x an alte Erfolge wird anknüpfen können, bleibt abzuwarten. Bei aller Nostalgie, die Geräte sind auf dem Stand der heutigen Technik.



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