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Costa Concordia: Kapitän fühlt sich zu Unrecht beschuldigt

Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“, Francesco Schettino sieht sich zu Unrecht beschuldigt. Schettino sagte den Behörden, dass er alles getan habe, um mehr Opfer zu verhindern. Dem Kapitän der Costa Concordia drohen bis zu 15 Jahren Haft wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung.

Kapitän: Lage verharmlost

Schettino ist nach Aussagen seines Anwalts „tief geschockt und niedergeschlagen“. Der Staatsanwalt, welcher die Ermittlungen führt, wirft dem Kapitän indes vor ein unerlaubtes Manöver eigenmächtig gefahren zu haben. So soll Schettino zur Durchführung des Manövers den Bordcomputer ausgeschaltet haben. Zudem hätten bei einer rechtzeitigen Evakuierung Todesopfer verhindert werden können, so der Staatsanwalt. Obwohl das Schiff bereits um 21.42 Uhr den Felsen berührt hatte, wurde der Alarm erst um 22.58 Uhr ausgelöst. Dies zudem nicht vom Kapitän, sondern von Schiffsoffizieren. Schettino soll demgegenüber die Lage verharmlost haben und lediglich von einem Stromausfall gesprochen haben. Derweil mehren sich die Vorwürfe gegen den Kapitän. Ein russischer Passagier will den Kapitän vor dem Unglück beim Abendessen viel Wein trinken gesehen haben. Zudem wurde ein Telefonmitschnitt öffentlich. Auf diesem habe der Kapitän demnach das Schiff bereits lange vor dem Ende der Rettungsmaßnahmen verlassen. Ob der Kapitän schuldig gesprochen wird, dürfte auch die noch zu suchende Black-Box zeigen.



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