Politik

Costa Concordia: Taucher suchen im Schiffswrack weiter nach Vermissten

Nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia an der italienischen Küste suchen Taucher weiterhin im Schiffswrack nach Vermissten, die Costa Concordia war am Freitag vor der Küste der Toskana auf Grund gelaufen, bislang wurden elf Leichen geborgen. Auf der Kreuzfahrt befanden sich zum Zeitpunkt des Unglückes an die 4200 Menschen an Bord, nach bisherigen Erkenntnissen soll Kapitän Francesco Schettino die Havarie zu verantworten haben. Ein Sprecher der italienischen Küstenwache bestätigte indes, dass das Wrack nun stabilisiert sei, zuvor drohten meterhohe Wellen das Wrack auseinander zu reißen, das Wrack hatte sich in den vergangenen Tagen am Grund bewegt.

Costa Concordia- Wieviele Vermisste noch?

Noch werden mehr als 20 Personen aus der Costa Concordia vermisst. Am Mittwoch mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden, damit Hilfskräfte das havarierte Schiff stabilisieren konnten. Des Weiteren stehen Rettungskräfte bereit, die das Öl aus dem Schiffsrumpf abpumpen sollen, damit eine ökologische Katastrophe vermieden wird. Hier sollen über 1900 Tonnen Öl schlummern, das Abpumpen soll mehrere Wochen dauern. Damit Taucher das Schiff betreten können, sollen kleine Sprengstoffladungen weitere Löcher in die Hülle des Wrackes reißen.

Francisco Schettino- verantwortlich für das Unglück?

Am Mittwoch berichteten italienische Medien, dass Kapitän Francisco Schettino zugegeben haben soll, einen Navigationsfehler begangen zu haben, er habe den Befehl eines Kehrmanövers zu spät erteilt. Die Costa Concordia lief nahe an der Insel Giglio im Mittelmeer auf Grund. Ob, wie in italienischen Medien berichtet wurde, wirklich eine ominöse Moldawierin zum Zeitpunkt des Unglückes sich auf der Brücke befand, ist bislang nicht bewiesen, italienische Behörden gehen von einer unbekannten Anzahl blinder Passagiere aus. Warum Kapitän Schettino sich auf einem Rettungsschiff befand, und nicht an Bord um die Evakuierung der Passagiere zu organisieren, das erklärte Schettino mit unglücklichen Umständen, er habe beim herablassen eines Rettungsschiffes geholfen, als er unglücklich gestrauchelt sei und aufs Rettungsschiff gefallen sei. Eine fragwürdige Erklärung von Schettino, weswegen die Polizei umgehend einen Drogentest an Schettino durchführte.

Costa Concordia- Taucher unter Zugzwang

Unbestätigten Meldungen zu folge soll Schettino die Insel Giglio absichtlich und unerlaubt zu dicht angefahren haben, er hätte zur Unterhaltung der Inselbewohner (und seines ehemaligen Vorgesetzten, der sich aber nicht auf der Insel befand) das Schiff zu dicht an die Insel gebracht, dabei stieß das Schiff auf einen Felsen. Nun drohen Schettino 15 Jahre Haftstrafe, er muss sich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung verantworten, zudem habe er sich nicht seiner Verantwortung gestellt und sei geflohen. Die Untersuchungen des Vorfalles werden anhalten, am Donnerstag sagten Metereologen meterhohe Wellen vorraus, die Taucher müssen sich beeilen, zudem kann das Schiff noch weiter abrutschen. Inwiefern Schettino für das Unglück der Costa Concordia verantwortlich ist, müssen die Gerichte entscheiden, ob die Taucher am Schiffswrack noch Überlebende finden werden, bleibt zu hoffen, ist aber zu bezweifeln.



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