Wirtschaft

Daimler: Starker Gewinnzuwachs trotz Autokrise

Daimler verzeichnete für das Jahr 2013 einen Gewinn in Höhe von 7,9 Milliarden Euro. Damit hat der Automobilhersteller seine Gewinnerwartungen übertroffen.

Trotz der Autokrise auf dem europäischen Markt und allen Gewinnwarnungen hat Daimler sein Ziel übertroffen. Dennoch hat das Unternehmen laut Bilanz 2013 gegenüber 2012 einen geringeren Gewinn erzielt.

Rückgang in Höhe von drei Prozent

Daimler hat seine selbstgesteckten Ziele für das Jahr 2013 übertroffen. Das Unternehmen erwirtschaftete einen operativen Gewinn in Höhe von 7,9 Milliarden Euro, wie der Automobilhersteller am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Daimler hat sein Gewinnziel zwar übertroffen, aber verzeichnet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um drei Prozent.

400 Millionen Euro im Plus

Das Unternehmen hatte nach einem schwierigen Jahresstart mit Gewinnwarnung auf einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro gehofft. Nun hat es 400 Millionen Euro mehr erwirtschaftet.

Der Verkauf der Anteile an den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sind in dieser Summe nicht mit eingerechnet.

Der Umsatz ist im Jahr 2013 um drei Prozent auf etwa 118 Milliarden Euro gestiegen. Dadurch konnte Daimler einen Netto-Gewinn in Höhe von 8,7 Milliarden Euro (plus 28 Prozent) verzeichnen. Rund 3,2 Milliarden Euro stammen aus dem EADS-Verkauf.

Positive Umsatzprognose für 2014

Auch für das Jahr 2014 rechnet Daimler mit einem Umsatzzuwachs. Dieter Zetsche, der Konzernchef, erklärte, dass das Unternehmen auf der Basis von 2013, mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und die Folgejahre blicken werde.

Im laufenden Jahr will der Automobilhersteller beim Ergebnis in allen Geschäftsbereichen ein Plus gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Dividende soll von 2,20 Euro im letzten Jahr auf 2,25 Euro pro Aktie steigen.

Daimler hatte zunächst nicht mit einem solchen Umsatz gerechnet, da die Mercedes-Benz Cars, die als wichtigste Autosparte des Unternehmens gilt, zunächst schwächelte.

Vertrag nur für drei Jahre verlängert

Für Dieter Zetsche war 2013 ein Jahr voller Talfahrten. Erst die Gewinnwarnung und dann die Auseinandersetzungen mit dem Betriebsrat. Die Arbeitnehmervertreter sorgten dafür, dass der Vertrag des Konzernchefs nur für drei, statt für fünf Jahre verlängert wurde.

Daimler verlor wichtigen Manager

Produktionsvorstand Andreas Renschler verließ Daimler. Er galt als einer der wichtigsten Manager des Konzerns. Er kam ebenso wie der Truck-Chef Wolfgang Bernhard als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Dieter Zetsche in Frage.

Daimler erobert China

Die Absatzzahlen für Januar 2014 sprechen für sich und stimmen Daimler optimistisch. Im Januar verkaufte das Unternehmen 45 Prozent mehr Mercedes-Benz-Pkw als 2013. Insgesamt verkaufte der Automobilhersteller 24.000 Autos in China.

Die Auslieferungen von Mercedes-Benz-Pkws stieg, laut Daimler, um 15 Prozent auf 109.000 Fahrzeuge an. In den letzten zwei Jahren hatten andere Automobilhersteller einen höheren Umsatz in China erwirtschaftet als Daimler.

Hat die Autokrise ein Ende?

In Deutschland wurden im Januar 8,4 Prozent mehr Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz verkauft. Mercedes erzielte auch in den USA einen neuen Absatzrekord. Im Gegensatz zu Anfang Januar 2013 betrug der Zuwachs jedoch nur 0,5 Prozent und stieg somit auf 22.600 Fahrzeuge.

Laut Branchenangaben kommt der Autoabsatz in Deutschland endlich wieder ins Rollen. Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie, die im Januar veröffentlicht wurden, belegen, dass 206.000 Neuwagen angemeldet wurden, was einem Zuwachs von sieben Prozent entspricht.

Die Automobilbranche hält sich mit ihrem Optimismus dennoch zurück. Der verhältnismäßig hohe Absatz könnte schließlich auf das schwache Geschäft im Vorjahr zurückzuführen sein. Zudem bieten die Autohäuser derzeit hohe Rabatte.



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