Gesellschaft

David Duke: Holocaustleugner und White Supremacy Aktivist in Köln festgenommen

Der US-Amerikaner David Duke, seines Zeichens bekennender Antisemit, Holocaustleugner und Aktivist der so genannten White Supremacy Bewegung wurde in Köln festgenommen, Duke war anläßlich einer Veranstaltung von Rechtsextremisten in der Nähe von Köln nach Deutschland eingereist. Offiziell besitzt Duke lediglich ein Transitvisum, heißt, er darf durch Deutschland durchreisen, aber sich nicht in Deutschland aufhalten. David Duke war zwischen 1989 und 1992 Abgeordneter des Repräsentantenhauses des US-Staates Louisiana, er gilt als Begründer des Ku-Klux-Clans im Bundesstaat Louisiana.

In den vergangenen zwei Jahren lebte Duke zeitweilig in Österreich, der 61 jährige Rechtsextremist ist ein gerngesehener Gastredner auf rechtsextremen Veranstaltungen. Schon zu Zeiten seines Studiums an der Universität Louisiana gründete er eine Studentenverbindung mit dem eindeutigen Namen White Youth Alliance. Zwischen 1974 und 1978 bekleidete er den Posten des Grand Wizard im Geheimbund des Klu-Klux Clans in Louisiana, damit war er das ranghöchste Mitglied der rassistischen Organisation in seinem Bundesstaat. Nach seinem offiziellen Weggang aus dem Geheimbund schloss sich Duke der National Association for the Advancement of White People bei, eine Organisation der so genannten White Supremacy (Weiße Überlegenheit), eine rassistische Weltanschauung, die nicht nur von der Überlegenheit der so genannten „Weißen Rasse“ ausgeht, sondern unmittelbar Machtverhältnisse nachzeichnen will (z.B. Normen und Werte der „Weißen“ Mehrheit). Neben diversen nationalsozialistischen Bewegungen sind auch die so genannten Christian-Identity-Kirchen Teil dieser rassistischen Bewegung.

Duke gehört zu den offenen Befürwortern des berüchtigten Holocaustleugners Ernst Zündel, der kanadische Geschichtsrevisionist saß bis März 2010 im deutschen Gefängnis aufgrund von Volksverhetzung ein. Der umtriebige Duke besuchte auch schon mal den NPD-Vorsitzenden Udo Voigt, oder er nahm an der so genannten Holocaust-Konferenz in Teheran auf Einladung von Ahmedineschad teil. Schon einmal wurde er aufgrund der leugnung des Holocaust verhaftet, und zwar 2009 in Tschechien (wo die Leugnung ebenfalls unter Strafe steht). Auch Steuerhinterziehungen sind Duke nicht unbekannt, hierfür musste er 2002 für 15 Monate ins Gefängnis.



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