Wirtschaft

Deutsche Bank in Südkorea verurteilt

Die Maklerabteilung der Deutschen Bank in Südkorea und vier Angestellte der größten deutschen Bank wurden in Südkorea vor Gericht gestellt und verurteilt, ihnen werden Manipulationen am Aktienmarkt in Seoul vorgeworfen. Sie sollen am 11. November 2010 durch manipulierte und unfaire Transaktionen 41,5 Millionen Dollar unrechtmäßig erwirtschaftet haben. An diesem Tag fiel der südkoreanische Index um 2,7 % in den letzten zehn Minuten vor Handelsschluss. Die Deutsche Bank bestreitet diese Vorwürfe.

Am 11. November sollen die Angestellte der Deutschen Bank Aktienkäufe für Investoren getätigt haben, aber mehrheitlich nur in den letzten zehn Minuten. Die Finanzaufsichtsbehörde Südkoreas leitete umgehend Untersuchungen ein, darüberhinaus wurde der Bank eine Sperre vom Aktienhandel in Seoul für sechs Monate verhängt, diese Aussperrung gilt bis zum 1. Oktober.Zusätzlich wurde eine Geldstrafe von einer Milliarde Won (ca. 650.000 Euro) ausgesprochen, die höchste jemals ausgesprochene Strafe für Aktienhändler in Südkorea bislang.

In einem Statement bedauert die Deutsche Bank den Vorfall mit ihren eigenen Mitarbeitern, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass diese keine Anweisungen erhalten, sondern eigenständig gehandelt hätten. Die besagten Mitarbeiter werden das Unternehmen verlassen.



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