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Deutsche Telekom: E-Mail nur noch mit SSL-Verschlüsselung

Die Deutsche Telekom stellt am 31. März E-Mails nur noch verschlüsselt über die Server von T-Online zu.

Damit der Übergang für die Kunden problemlos möglich ist, müssen diese eventuell einige Einstellungen an ihren Endgeräten vornehmen. Dies teilte die Deutsche Telekom jetzt öffentlich mit.

Deutsche Telekom richtet eigene Internetseite für SSL-Verschlüsselung ein

T-Online-Nutzer, die einen E-Mail Client auf Ihrem Smartphone, Desktop-PC, Laptop, Notebook oder Tablet nutzen, sollten nach Angaben der Telekom überprüfen, ob die SSL-Verschlüsselung bereits aktiv ist. Ist dies nicht der Fall, müssen einige manuelle Einstellungen vorgenommen werden.

Die Telekom hat extra für Nutzer von Outlook, Mozilla Thunderbird, Apple Mail, Windows Live Mail sowie die T-Online-Software 6.0 eine eigene Internetseite eingerichtet, auf denen Anleitungen zur Änderung der Einstellungen eingerichtet sind. Nutzer von Tablets,  Smartphones, iPhones sowie Tablets und Smartphones mit Windows Phone  und anderen Android-Geräten erfahren auf der Internetseite ebenfalls wie sie Einstellungen vornehmen, damit die neue SSL-Verschlüsselung aktiviert wird.

Einstellungen der Pop3-Server überprüfen

Zunächst empfiehlt die Deutsche Telekom die Überprüfung der Posteingangsserver. Sollte unter POP3  “pop.t-online.de“ eingetragen sein, sollten Nutzer dies auf “securepop.t-online.de“ ändern. Zudem sollte die SSL-Verschlüsselung aktiviert werden und der Port 995 eingetragen werden. Zudem muss unter dem Punkt “Kennwort speichern“ ein Haken gesetzt werden.

Als Kennwort ist das jeweils zugeteilte beziehungsweise selbst gewählte E-Mail Passwort anzugeben. Die Telekom weist explizit darauf hin, dass das E-Mail-Passwort nicht identisch ist mit dem Kennwort für den Zugriff auf das Mediencenter beziehungsweise E-Mail-Center oder das Kundencenter der Deutschen Telekom.

Telekom Kundencenter unterstützt bei Passwort

Sollten Nutzer noch kein E-Mail-Passwort vergeben haben, können Sie dies im Telekom-Kundencenter nachholen und dort auch das Passwort entsprechend überprüfen. Ab dem 1. April ist der unverschlüsselte Empfang und Versand von E-Mails in einem der erwähnten E-Mail-Clients nicht mehr möglich. Sollten sich die Einstellungen nicht problemlos einrichten lassen, lassen sich die E-Mails aber auch über  das Web-Interface im E-Mail-Center abrufen.

All jene Nutzer, die die E-Mails ausschließlich über das Kundencenter der Deutschen Telekom abrufen und versenden, müssen keine Änderungen vornehmen. Auch all jene Nutzer, die bereits über eine SSL-Verschlüsselung verfügen, müssen keine Änderungen vornehmen.

Marketingstrategie: „E-Mail made in Germany“

Die Offensive in Bezug auf die verschlüsselte Versendung von E-Mails ist Teil einer Marketingstrategie, die die Deutsche Telekom zusammen mit United Internet und Freenet gestartet hatte. Die Offensive steht unter dem Motto “E-Mail made in Germany“.

Hintergrund sind die jüngsten Ausspähaktionen der NSA. In diesem Zusammenhang weisen alle an der Aktion beteiligten Unternehmen darauf hin, dass die E-Mails bei den jeweiligen Anbietern auf deutschen Servern landen und insofern abhörsicherer sind als bei Angeboten von Google, Windows oder anderen Anbietern, die die Daten auf US-amerikanischen Servern speichern.

Allerdings setzen alle an der Marketingoffensive beteiligten Unternehmen weiter auf das als zwischenzeitlich veraltet geltende SSLv3 mit 3DES. Dabei unterstützen weder die SMTP-, POP,-, noch IMAP-Server Forward Secrecy. Aktuell gilt als neuester Sicherheitsstandard TLSv1.2.Trotz des einzuschränken Sicherheitsmangels sind die E-Mails bei den genannten Anbietern jedoch sicherer als bei US-amerikanischen Unternehmen.



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