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Deutsche Telekom: T-Mobile USA darf mit Metro PCS fusionieren

Die Deutsche Telekom AG darf laut US-Behörden ihre Tochter T-Mobile USA mit dem Konkurrenzunternehmen MetroPCS fusionieren. Die US Kommunikationsbehörde FCC gab ebenso wie das US-Justizministerium die Erlaubnis für den Zusammenschluss beider Unternehmen.

Die Fusion wird nach Angaben beider Behörden den Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt vergrößern. Die Telekom dürfte mit der Fusion ihrer Tochter eines ihrer größten Probleme loswerden. Zuletzt musste das Unternehmen Abschreibungen aufgrund des negativen US-Geschäftes in Höhe von 5,3 Milliarden Euro vornehmen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die US-Kartellbehörde ihr Einverständnis zur Fusion gegeben. Nun muss nur noch die US- Sicherheitsbehörde CFIUS zustimmen. CFIUS überprüft den Einfluss von ausländischen Investitionen im Hinblick auf die Sicherheit des Staates.

Ministerium sieht in Fusion positive Effekte für US-Verbraucher

Julius Genachowski, Chef der Regulierungsbehörde FCC, sieht in dem Zusammenschluss beider Unternehmen einen Nutzen für „Millionen US-Verbraucher“. Auf Ministeriumsebene werden zudem positive Auswirkungen auf den Umfang der Sendefrequenzen von T-Mobile erwartet. Dies würde zudem als wettbewerbsrechtlich positives Gegengewicht zu den bislang marktbeherrschenden Unternehmen AT&T sowie Verizon dienen.

Aktionäre von MetroPCS müssen Fusion noch zustimmen

Nachdem die Behörden nunmehr weitestgehend ihr Einverständnis erteilt haben, müssen nun noch die Aktionäre des Konkurrenten MetroPCS ihr Einverständnis zur Fusion erteilen. MetroPCS gilt als fünftgrößter Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Abstimmung über eine mögliche Fusion mit T-Mobile USA soll am 12. April stattfinden.

Zwei Großaktionäre blockieren

Einige Aktionäre kündigten jedoch bereits Widerstand gegen die Fusion an. Nach Angaben der Aktionäre sei der Stand der Verbindlichkeiten nach der Fusion zu hoch. Zu den Aktionären zählt unter anderem der Hedgefonds Paulson. Dieser hält 9,9 Prozent der MetroPCS- Aktien. Auch das US-Anlageunternehmen P. Schoenfeld Asset Management wendet sich als Großaktionär bislang gegen eine Fusion.

Management von MetroPCS warb eindringlich für Fusion mit T-Mobile USA

Beide Großaktionäre verlangen bessere Konditionen für einen Zusammenschluss beider Unternehmen. Insbesondere der Hedgefonds Paulson sieht in dem neuen Unternehmen zu hohe Schulden als Grund für die Weigerung einer Fusion. Derweil warb das Führungsmanagements von MetroPCS in einem Brief an die Aktionäre eindringlich für die Fusion mit dem Konkurrenten.

T-Mobile USA gilt als viertgrößter Mobilfunkanbieter in den USA. Die Telekom würde als größter Aktionär an dem neuen fusionierten Unternehmen. 76 Prozent der Aktien besitzen, während MetroPCS 24 Prozent der Aktien halten würde. Im Jahr 2011 wollte die Telekom ihre US-Tochter bereits an den Konkurrenten AT&T für 39 Milliarden US-Dollar verkaufen.

Damals legten die Kontrollbehörden der USA ihr Veto ein. Im Jahr 2000 stieg die Deutsche Telekom in den US-Mobilfunkmarkt ein. Für rund 50,7 Milliarden US-Dollar kaufte die Telekom damals den Mobilfunkanbieter Voicestream. Im Jahr 2002 wurde Voicestream dann in T-Mobile USA umbenannt.



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