Gesundheit

Alkohol-Statistik Deutschland: 2 Mio Alkoholiker

Experten schlagen Alarm: In Deutschland gibt es fast 2 Millionen Alkoholiker. Damit hat sich die Zahl von 2006 um 36 Prozent erhöht.

Es sind also rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Und die Gefahr begegnet uns täglich.

Etwa 7,4 Millionen Deutsche trinken mehr, als die empfohlene Menge. Die Dunkelziffer ist dabei unbekannt.

Zahl der alkoholabhängigen Deutschen gestiegen

Seit 2006 ist die Zahl der alkoholabhängigen Menschen in Deutschland gestiegen. Dabei fällt vor allem auf, dass junge Erwachsene unter 25 Jahren extrem gefährdet sind. Das Institut für Therapieforschung in München hat die aktuellen Ergebnisse veröffentlicht.

Viele kurz vor Alkoholabhängigkeit

Es gibt mittlerweile 1,8 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland. 1,6 Millionen trinken sehr viel und gelten entsprechend als gefährdet. Und insgesamt 7,4 Millionen Bundesbürger trinken mehr, als sie sollten.

Statistik: Anstieg um 36 Prozent

Die Zahl der Alkoholabhängigen ist seit 2006 um 36 Prozent gestiegen. Hier lag die Zahl bei 1,3 Millionen. 5,6 Millionen Menschen sind laut der Studie tabakabhängig. Darüber hinaus wird in der Studie auch darauf hingewiesen, dass Tabak als Suchtstoff am verbreitetsten ist. Dennoch gibt es so gut wie keine Behandlung in der Suchthilfe.

Bessere Prävention des Alkoholmissbrauchs

Illegale Drogen ziehen rund 319.000 Erwachsene in den Bann. Darunter sind 2,3 Millionen Menschen, die von Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln abhängig. Dabei liegt die Gefahr vor allem bei älteren Menschen, die aufgrund der Verordnung von Medikamenten sehr schnell in eine Abhängigkeit gelangen. Die lange Einnahmedauer bestimmter Medikamente begünstige die möglichen Schäden.

Es muss gehandelt werden!

Die Autoren der Studie sprechen sich eindeutig für ein schnelleres und vor allem effektiveres Handeln aus. So heißt es unter anderem: Die hohe Verbreitung psychischer Störungen durch Alkohol und Tabak macht die Dringlichkeit der Umsetzung effizienter Präventionsmaßnahmen deutlich.“ Darüber hinaus muss auch dem Medikamentenmissbrauch vorgebeugt werden.

Appell an den Gesundheitsminister

Die Studie richtet auch einen Aufruf an den Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Die Suchtprävention und die entsprechenden Therapieformen müssen mehr Achtung bekommen. Es ist wichtig den Menschen, die unter eine sucht leiden, zu helfen. Noch besser wäre es natürlich die möglichen Süchte im Vorfeld zu erkennen und zu behandeln.

Alkoholsucht zerstört Familien

Eine Sucht betrifft nicht immer nur den Abhängigen. Oftmals steht hinter eine Sucht auch eine ganze Familientragödie. Die Angehörigen und vor allem Kinder leiden, unter der Sucht der Erwachsenen. Viele Abhängige müssen monatelang auf eine Therapie warten. Dies kann und darf nicht sein. Darüber hinaus sind auch zwischen einer Entgiftung und einer Therapie oftmals lange Wartezeiten zu verzeichnen.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.