Gesundheit

Diane-35: Arznei gegen Akne und Anti-Baby-Pille zugelassen

Mittlerweile ist es etwa ein Jahr her, dass Frankreich die umstrittene „Pille“ gegen Akne und als „Anti-Baby-Pille“ namens Diane-35 vom Markt genommen hat.

Nun ist sie wieder da, trotz Risiken, die bei Einnahme des Akne-Medikamentes auftreten können.

Der Verkauf des Aknemittels Diane-35 darf wieder starten. Nachdem es in Frankreich vom Markt genommen wurde, kann es jetzt wieder käuflich erworben werden. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass der Nutzen die Risiken, die hiermit einhergehen können, nur bei manchen Patienten überwiegt.

Diane-35 wieder in der Apotheke

Apotheker haben sich vorbereitet und in Frankreich das umstrittene Mittel Diane-35 wieder in den Regalen einsortiert. Mit Absprache der französischen Gesundheitsbehörde wird das Medikament nun doch wieder auf den Markt gebracht, wie am Mittwoch seitens des Pharmakonzern Bayer mitgeteilt wurden ist.

Ende Januar 2013 war es die französische Arzneimittelaufsicht (ANSM) gewesen, die angeordnet hat, dass der Verkauf des Medikaments und seiner kostengünstigen Nachahmungen auszusetzen sei.

Schwere Nebenwirkungen durch Diane-35

Diskussionen über Thromboserisiko waren der Auslöser, da in Frankreich seit dem Jahre 1987 vier Todesfälle in Folge von Thrombosen mit der Einnahme des Mittels in Zusammenhang gebracht wurden.

Des Weiteren wurden in etwa 125 Fällen nichttödliche Blutgerinnsel in Venen oder Arterien registriert, wie das ANSM damals mitteilte.

Trotz Risiken: Nutzen bei Diane-35 überwiegen

Trotz der Risiken, die mit der Einnahme des Medikamentes in Verbindung gebracht wurden sind, hat die Europäische Arzneimittelbehörde Ema Diane-35 in Schutz genommen. So wurde noch einmal klar gestellt, dass der Nutzen des Medikaments mitunter höher als das Risiko einer gefährlichen Thrombose sei.

Dabei wurden aber gleichzeitig Einschränkungen festgelegt, dass das Mittel nur von Patientinnen genutzt werden solle, welche unter leichter bis mittelschwerer Akne leiden. Auch sollte man auf das Medikament lediglich zurückgreifen, wenn andere Medikamente nicht helfen sollten. Zudem ist es wichtig, dass die Betroffenen gezielt ihr Thromboserisiko senken.

Diane-35: Anti-Baby-Pille oder Medikament gegen Akne?

Das Mittel Diane-35 ist bereits seit 1987 in Frankreich als erfolgreiches Aknemittel zugelassen. Es wird aber gleichermaßen auch als Anti-Pabay-Pille eingenommen, aufgrund der enthaltenen Hormone. So bot es als Verhütung einen zusätzlichen Schutz. Mittlerweile ist die Anti-Baby-Pille, oder besser die „Pille danach“ im medialen Focus. So soll die „Pille danach“ demnächst rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen sein.

In Frankreich allein wurde das Mittel von 315.000 Frauen laut ANSM als Verhütungsmittel genutzt. Durch den Verkaufsstopp sollte vor allem diese Praxis beendet werden.

Diane-35 in Deutschland nicht als Verhütungsmittel

Weltweit ist das Medikament in 135 Ländern auf dem Markt zu finden. Auch in Deutschland findet man Diane-35 unter eben diesen Namen. Dabei hat man bereits vor einem Jahr klar gestellt, dass die Verschreibung von Diane-35-Pillen „sehr restriktiv“ gehandhabt wird.

Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. So sei beispielsweise die Verschreibung ausschließlich zur Verhütung als Anti-Baby-Pille hierzulande „nicht mehr möglich“.

Behandlung von Akne eigentliches AnwendungsgebietArznei gegen Ak

Trotz der Diskussionen rund um das Medikament wurde es aber in Deutschland nie vom Markt genommen, sondern gilt weiterhin als erfolgreiches Mittel gegen Akne. Mittlerweile auch wieder in Frankreich.

Jedoch achtet man hier auch darauf, dass das Diane-35 nicht als ausschließliches Verhütungsmittel genutzt wird, sondern seiner eigentlichen Berufung als Arzneimittel gegen Akne treu bleibt und auch dementsprechend von den Patienten genutzt wird.



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